Volksschulrektor in Köln-Dünnwald verweigert Hissung von HJ-Fahne
Als am 12. März 1934 anlässlich einer Rede von Reichsjugendführer Baldur von Schirach auf Wunsch des Oberpräsidenten der Rheinprovinz auf den Schulen die HJ-Fahne gehisst werden soll, erklärt der Rektor der Volksschule in Köln-Dünnwald, keine entsprechende Fahne zu besitzen und weist einen HJ-Führer an, eine solche zu besorgen. Als der Jungzugführer Brünn am nächsten Morgen vor Beginn des Unterrichts die Sache mit dem Rektor besprechen möchte, entgegnet dieser, er könne Brünn während der Schulzeit nicht empfangen. Damit solle, so die Ansicht der Gebietsführung Mittelrhein in einem Bericht über den Vorfall vom 7. Juli 1934, das Aufziehen der Fahnen anscheinend verhindert werden.
Dabei wird hinzugefügt, dass der nämliche Rektor bereits früher die Plakate von der Reichsjugendführung von der Schule herunter gerissen habe und dabei "das Ansehen der HJ gröblich geschmälert und die Führer verrückt gescholten" habe.