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Ereignisse
1934
Mai

Mitglied des Jungvolks in Kölner Schule misshandelt

Ein Mitglied des Jungvolks aus Köln-Humboldt bricht sich am 8. Mai 1934 in der Schule beim Bockspringen das Schienbein. Er wird zunächst im Dienstzimmer des Rektors untersucht, wo man jedoch keinen Bruch feststellt und das Bein nur kühlt. Anschließend schickt man zum Religionsunterricht in die Klasse.

Dort führt Pastor Derkum eine Rundfrage darüber durch, wer von den Schülern am vergangenen Sonntag nicht die Kirche besucht habe und fordert die entsprechenden Schüler zum Aufstehen auf. Der Jungvolkjunge, der mittlerweile wegen seiner heftigen Schmerzen heftig zu "stöhnen und zu wimmern" begonnen hat, hat ebenfalls die Messe versäumt, kann Derkums Aufforderung jedoch wegen seiner Verletzung nicht Folge leisten. Daraufhin wird er von Derkum, so ein Bericht der Gebietsführung Mittelrhein vom 7. Juli 1934, der sich auf Aussagen der Eltern und Klassenkameraden stützt, an den Haaren hochgerissen und mit einem Knüppel geschlagen, so dass er vor Schmerzen geschrien habe.

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