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Ereignisse
1934
Mai

HJ-Heim in Kornelimünster verwüstet

In Kornelimünster wird der HJ im Mai 1934 ein Heim zur Verfügung gestellt, das zuvor von Kaplan Düster für die katholische Jugend in Benutzung war. Am 3. Mai nimmt der zuständige HJ-Führer die Besichtigung der Räume zusammen mit der politischen Leitung vor. Kaplan Düster ist ebenfalls anwesend und besitzt auch noch den Schlüssel, da er noch zwei Lampen, die ihm gehören, aus den Räumen entfernen möchte.

Als die HJ-Führung am 5. Mai die Räume übernehmen möchte, findet sie diese, so ein Bericht der Gebietsführung Mittelrhein vom 7. Juli 1934, in einer "ungeheuren Verwüstung" vor: Die Tapeten sind abgerissen, die Wände mit Ölfarbe überschmiert, die Schalter der elektrischen Leitungen sind abgeschrabt, die Drähte abgebrochen.

Diese Vorfälle, so der Bericht weiter, seien geeignet, "die ohnehin bestehende Spannung [zwischen HJ und "katholischer Aktion"] in immer stärkerem Maße zu erhöhen".

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