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Ereignisse
1934
Juli

Durch Einfluss der Kirche in Barmen/Jülich nur wenige HJ-Mitglieder

In Barmen im Kreis Jülich (heute ein Stadtteil von Jülich) sind im Sommer 1934, so ein Bericht der Gebietsführung Mittelrhein vom 7. Juli 1934, etwa 60 Prozent aller Jugendlichen noch nicht Mitglied in Jungvolk und HJ. Dies wird der "Agitation der Geistlichkeit" zugeschrieben. "Alles, was mit Nationalsozialismus näher in Berührung steht, scheint nämlich der Pfarrer nicht zu lieben."

So werde das Uniformverbot nicht eingehalten und die Mitglieder der katholischen Organisationen kämen in Uniform in die Kirche. Zudem erkläre der Pfarrer, wer nicht Mitglied in einem kirchlichen Verein werde, komme nicht in den Himmel. Immer wieder würden die Eltern aufgefordert, die Kinder vor anderen "Bestrebungen" zu schützen .

Ziel sei die "Verhetzung der Bürgerschaft" und die "Spaltung der Nationalsozialisten".

Schon selbstverständlich sei es, die Jungen immer dann zur Andacht zu bitten, wenn die HJ einmal an einem Sonntag ein Lager oder Appell ansetze. Die Jungen würden ihren Führern dann erklären: "Wenn wir nicht zur Kirche gehen, dürfen wir von unseren Eltern aus nicht mehr zur HJ kommen."

 

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