HJ wirft Kölner Kaplan Misshandlung eines Jungvolkjungen vor
Der Führer des Fähnleins 422, Barbarossa, aus Köln berichtet der Gebietsführung Mittelrhein von einer angeblichen schweren Misshandlung eines Jungvolkjungen durch den katholischen Geistlichen der Herz-Jesu-Pfarre, Kaplan Jungmann:
"Der Jungvolkjunge Robert Tielen, Köln, Richard Wagnerstr. 41 [wurde] von dem kath. Geistlichen der Herz-Jesu Pfarre, Kaplan Jungmann, in beinahe unmenschlicher Weise misshandelt, angeblich, weil er nicht ganz vorschriftsmäßig in der Bank saß. Der Kaplan kam plötzlich auf ihn zugestürzt, fasste ihn mit beiden Händen am Halse und würgte ihn und schlug ihn mit dem Kinn auf die Bank. Darauf bearbeitete er den Jungen mit den Fäusten Kopf und Gesicht, zog ihn aus der Bank, trieb ihn mit Schlägen ins Genick vor sich her und trat ihn zuletzt ins Kreuz. Zum Schluss musste er sich, nachdem er in solcher Weise misshandelt worden war, noch hinter die Bank stellen."
Jungmann würde generell gerne Hitlerjungen misshandeln, da ihm das braune Hemd "ein Dorn im Auge" sei. Angehörige der katholischen Jugendverbände müssten sich hingegen zur Strafe lediglich hinter die Bank stellen.