Kulturtagung des Obergebietes West
In Köln findet am 18. Februar 1934 eine große Kulturtagung des Obergebietes West statt, an der alle Abteilungsleiter für Kulturarbeit und Schulung des Obergebietes teilnehmen, insgesamt über 800 Personen. Die einzelnen Gebiete halten dabei auch Sonderbesprechungen ab, darunter das Gebiet 11 Mittelrhein unter Leitung von Gebietsschulungsleiter Josef Orth.
Bei der zentralen Veranstaltung aller Teilnehmer im Kölner Gürzenich ält Obergebietsführer Hartmann Lauterbacher eine richtungweisende Rede, bei der er als Ziel der Schulungsarbeit ausgibt, die "nationalsozialistische Idee" zu "verkörpern". Dies soll vermittels geistiger und praktischer Arbeit geschehen, so auf dem Heimabend, auf Kurz-Kursen, Führerschulen, Sommerlagern und neuerdings auch durch Vorträge an den Schulen.
In seinen Ausführungen kommt Lauterbacher auch auf die Auseinandersetzungen mit den konfessionellen Verbänden zu sprechen und betont, dass es nur darum gehe, deren Mitglieder zur HJ herüberzuziehen und nicht darum, gegen die Kirche zu kämpfen.
Nach Lauterbacher spricht der Musikrefernt des Obergebietes, Schmidt, zum Thema Musik der HJ. Dabei bezeichnet er das "Kampflied" als wichtigste Liedgattung, da nicht das "Künstlerische" maßgeben sei, sondern der "erzieherische Wert".
Anschließend halten der Referent für das Laienspiel, Franz Göbels, und W. M. Mund Vorträge zum Thema Laienspiel.
Zum Schluss macht der Schulungsleiter des Obergebietes West, Oberbannführer Brennecke, allgemeine Ausführungen zum Bereich Schulung und nennt als Parole des Jahres "Blut und Boden".