Menü
Ereignisse
1934
Februar

Die Kirche hat nur für das Seelenheil zu sorgen

In der HJ-Beilage des Westdeutschen Beobachters "Rheinische Hitlerjugend" vom 7. Februar 1934 unterstreicht die HJ noch einmal ihre Forderung, dass die konfessionellen Bünde sich auf die rein kirchliche Arbeit zu beschränken hätten: "Die Kirche hat nur für das Seelenheil zu sorgen". Dabei gibt sich die HJ vordergründig versöhnlich: Die evangelischen und katholischen Bünden hätten doch ihre "schöpferischsten und gestaltungsfähigsten Kreise" an die HJ verloren, weil sie sich nicht auf ihre eigentliche Aufgaben besonnen hätte. Daher müsse die Kirche nun ihr "Grundanliegen" wieder herausarbeiten und sich "gerade um ihrer selbst willen" keiner "unerlaubten Aufgabenverlagerung" wie Zelten oder Fahrten schuldig machen. Diese Aufgaben würden nun dem Staat obliegen.

Am meisten würden die Kirchen dem Staat und sich selbst jedoch durch den völligen Verzicht auf eigene Jugendorganisationen dienen. Denn dadurch würde das "durch zwei gegenüberstehende Konfessionsgruppen schwer zerrissene Jungvolk" wieder zusammengeschweißt und die Kirche hätte wieder freie Hand, um ihre "heiligste Mission" in Angriff zu nehmen, zu der sie "gerade im christlichen Staat Adolf Hitlers berufen" sei.

Baum wird geladen...