Kulturelle Schulungsabende des BDM Gau Köln
Im Februar und März 1934 veranstaltet der Kölner BDM Vorträge und praktische Kurse im Bereich Kultur. Ziel soll es sein, die Teilnehmerinnen im nationalsozialistischen Sinne ästhetisch zu schulen und sie mit handwerklichen Techniken vertraut zu machen. Dabei soll ihnen vermittelt werden, wie sich angeblich "deutsche Art ausdrückt und was ihr grundsätzlicher Wesenszug ist". Zudem sollen sie lernen, das "Schöne, Gute und Richtige" zu sehen.
Kultur und Volksgemeinschaft
Der erste Schulungsabend des BDM Gau Köln, "Kultur und Volksgemeinschaft" am 6. Februar 1934, wird von Jgn. Elsa Schwarzer eröffnet. Sie betont darin als Ziel der Kulturarbeit, dass die "deutschen Mädel" zu ihrem "ureigensten Wesen" zurückfinden müssten, da "Kultur Wesensausdruck" sei. Sie müssten erkennen, was "deutsch" sei, denn in den vergangenen Jahrzehnten sei die Kultur von "zuviel artfremden Elementen überschwemmt" worden. Anhand von alten Kunstwerken sollten die Mädchen daher "deutsche Art" erkennen lernen.
Der Abend selbst wird anschließend von Dr. Barthel gestaltet, der anhand von Lichtbildern die mittelalterliche Kultur erläutert. Dabei stellt er heraus, wie weit entfernt dieses "wirkliche künstlerische Schaffen" von heutiger "moderner Kunst" entfernt sei.