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Ereignisse
1934
Januar

Reichsjugendtag in Potsdam

Am 23. und 24. Januar 1934 findet in Potsdam der Reichsjugendtag der HJ statt, an dem alle hohen Führerinnen und Führer aus HJ, Jungvolk und BDM teilnehmen.

Den Auftakt bildet eine Führertagung im großen Saal von Schloss Sanssouci, auf der Baldur von Schirach die Teilnehmer auf die für den folgenden Tag angesetzte Bannfahnenweihe vorbereitet. Dabei verweist er auf das symbolträchtige Datum, den 24. Januar (Geburtstag von Friedrich dem Großen und Todestag von Herbert Norkus), der ein "Bekenntnis zu dem preußische Geist eines Friedrich des Großen und zu dem einfachen Hitlerjungen Herbert Norkus" sei. Überdies sei mit Potsdam ein Ort gewählt, an dem beim ersten Reichjugendtag der HJ 1932 100.000 Hitlerjungen "gegen alles Morsche und Reaktionäre" aufmarschiert seien.

Die Bannfahnenweihe findet wiederum an einem symbolträchtigen Ort in der Garnisonkirche in Potsdam am Grab von Friedrich dem Großen statt. In Anwesenheit von hoher Parteiprominenz, darunter die Minister Goebbels und Frick, weiht Schirach die 342 neuen Bannfahnen. In seiner "Weiherede" bezeichnet er die Fahnen als "Zeichen einer Revolution, die von Bauern und Arbeitern erkämpft wurde" und als Zeichen "des ganzen Volkes und des Führers, der dieses Volk zusammenschloss". Anschließend weiht er die Fahnen dem "Vermächtnis Friedrichs des Großen" und "für das Werk des größten Deutschen, der uns lebt".

Die geweihten Fahnen des Gebietes Mittelrhein werden am 26. Januar 1934 in Köln am Hauptbahnhof empfangen und zum Gebietshaus in der Volksgartenstraße geleitet.

Am 29. Januar erhält der Bann 25 Aachen seine Fahne.

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