Nach einer Rede Baldur von Schirachs in Frankfurt, in der er sich unter anderem zu religiösen Fragen äußert, erscheint in der evangelischen Zeitschrift "Junge Kirche" ein Artikel, der sich unter der Überschrift "Der Reichsjugendführer lehnt Volksmissionen ab und bekennt sich zum deutschen Glauben" kritisch zu der Rede äußert.
Dazu nimmt die Gebietspressestelle Mittelrhein am 16. Januar 1934 im Westdeutschen Beobachter Stellung und wirft der Zeitschrift "Tatsachenverdrehung und Unwahrhaftigkeit" vor. Die evangelischen Jugendlichen werden aufgefordert, nicht den "gleißnerischen Reden" ihrer Führer Glauben zu schenken.
Die HJ verwahre sich dageben, als "verkappte Fahnenträger eines völkischen Neuheidentums" oder "Spießgesellen irgendeiner Gottlosigkeit" zu gelten. Vielmehr bilde sie eine "gewaltige ritterliche Angriffsfront gegen Gottlosigkeit und Freigeisterei".
Baldur von Schirach habe klargestellt, dass er auf dem "Boden des Christentums" stehe und keinesfalls das "Lebensrecht und die Existenzgrundlage der beiden großen Kirchen zu schmälern".