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Ereignisse
1934
März

Neue Ausrichtung des Westbundes

Am 6. März 1934 verschickt der Westbund ein Rundschreiben, das die wesentlichen Ergebnisse einer außerordentlichen Vorstandssitzung vom 3. März 1933 zusammenfasst, in man sich „über die in Zukunft zu erfüllenden Aufgaben und die dabei einzuhaltenden Wege schlüssig zu werden“ hoffte. Im Rundschreiben heißt es:

„Jetzt, wo der größte Teil der Jugend bis zu 13 Jahren in die HJ eingegliedert oder aus der Mitgliedschaft unserer Vereine ausgeschieden ist und die Möglichkeit, diese Jugend und auch die über 18 Jahre alten Mitglieder auf den Nebengebieten unseres bisherigen Werkes zu betreuen, nicht mehr besteht, sehen wir deutlich die Anweisung zur Beschränkung unserer Arbeit auf den Dienst am Evangelium. Es heißt nun mehr denn je, alles daran zu setzen, dass das Wort vom Kreuz jungen Menschen verkündigt wird. Wir steiler! dazu alle verfügbaren Kräfte der Kirche und den Gemeinden zur Verfügung und lassen uns so einreihen in die große Front derer, die die Kirche bauen wollen zum Lobe Gottes und zur Ehre seines heiligen Namens.

Die Lage unseres Werkes bedarf noch der endgültigen Klärung, die aber durch Fühlungnahme mit den maßgebenden Stellen angestrebt wird. Im Augenblick hält der Bundesvorstand die eindeutige Erklärung für notwendig, dass die Arbeit getreu dem Erbe der Väter solange fortgeführt werden soll, wie uns die Möglichkeit dazu gegeben ist. Das stellt uns selbstverständlich unter eine große Verantwortung, eine Verantwortung, die getragen werden muss von allen, die sich hineingestellt wissen in das Ringen um die Herrschaft Gottes in der Welt und besonders unter der Jugend. Wir sehen aber nicht nur die Verpflichtung zur Arbeit, sondern auch die ernste Forderung zum Zusammenstehen und zur Treue im Tragen der Lasten, die das Bundeswerk all seinen Gliedern auferlegt. Unser Auftrag der Verkündigung kann aber nur dann erfüllt werden, wenn die dafür notwendigen Mittel aufgebracht und sofort zur Verfügung gestellt werden. Die finanzielle Lage des Bundes ist so ungünstig dass der Zusammenbruch erfolgen muss, wenn nicht allerschnellstens Abhilfe geschaffen wird.“

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