Der Landrat berichtet über die „politische Lage“ im Kreis Lippstadt
Neben einer neu ins Leben gerufenen Jungschar-Gruppe in Erwitte berichtet der Landrat über eine Gruppe des „Heliland-Bundes“ in Geseke, der in letzter Zeit eine „rege Tätigkeit“ entfaltet habe. Hierbei handele es sich „um eine Vereinigung junger Mädchen, deren Eltern durchweg den besitzenden Bürgerkreisen angehörten“ würden. Die Werbung für den Bund erfolge durch die Leiterin des örtlichen Lyzeums.
Der „Geist der Hitlerjugend“, so der Landrat weiter, gebe „zu Bedenken keinen Anlass“. „Notwendig ist allerdings, dass der Führerfrage größte Aufmerksamkeit geschenkt wird. Nach meinen Feststellungen ist die mangelnde Beteiligung der Jugend überall da, wo sie festgestellt werden muss, darauf zurückzuführen, dass es an geeigneten Führern fehlt. Auf die Dauer wird die Führerfrage nur zusammen mit der Schule gelöst werden können. Der Junglehrer der Zukunft ist der geborene Führer auch der Jugendverbände. Es wäre auch aus diesem Grunde sehr zu wünschen, wenn die beabsichtigte Verjüngung der Lehrpersonen bald in Erscheinung träte.“