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Ereignisse
1934
November

Der Bürgermeister berichtet aus Geseke

Ende November 1934 berichtet der Geseker Bürgermeister über die politische Lage. „Stimmungsabsenkungen haben nicht festgestellt werden können. Dagegen hat ein Einzelfall in Kreisen der Arbeiterschaft nicht recht verstanden werden können: Bei der hiesigen Arbeitsfront ist seit einigen Wochen ein Bürolehrling eingestellt, dessen Vater ein pensionierter Lokomotivführer Schäfers meines Wissen auch heute noch der Bewegung fernsteht. Da eine ganze Reihe Hitlerjungen aus nationalsozialistischen Familien auch heute noch keine Lehrstelle haben, hat die Einstellung des Schäfers verstimmt.“ Mit Blick auf die Geseker Jugend heißt es weiter: „Durch den Zusammenschluss der hiesigen sporttreibenden Vereine in einen Verein für Leibesübungen ist unter der Sportbewegung vor allem bezgl. der D.J.K. nunmehr Ruhe eingetreten. Aus evangelischen Kreisen hörte ich wehmütiges Bedauern darüber, dass den Kirchen durch den Verzicht auf den Sport jeder Einfluss in der Jugendpflege genommen sei.“

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