August 1934: Die Gestapo Köln berichtet für den Regierungsbezirk Köln
Rubrik „Katholische Bewegung“: „Die Angehörigen der katholischen Jugendvereine haben sich im Berichtsmonat weiterhin zurückgehalten. Einzelne Entgleisungen waren unbedeutender Natur.
Die innervereinsmäßige Tätigkeit der katholischen Jugendverbände und Arbeitervereine ist nach wie vor sehr stark.“
Rubrik „Die Bewegung und ihre Organisationen“: „Hitlerjugend, Jungvolk, Bund deutscher Mädchen: Das Verhalten der gesamten HJ. war während des Berichtsmonats einwandfrei. Es ist nirgends zu Zusammenstößen mit Angehörigen der kath. Jugendverbände gekommen. Eigenmächtige Aktionen sind unterblieben. Die HJ. war zu einem großen Teil in mehreren großen Zeltlagern zusammengefasst. Im Gegensatz zum vorigen Jahr gab die Organisation und der innere Betrieb in diesen Zeltlagern zu keinen Klagen Anlass. Der Zeltlagerbetrieb kann sogar als mustergültig bezeichnet werden und hat auch in der Elternschaft durchweg Anerkennung gefunden. Vereinzelt wurden lediglich Klagen über Obstdiebstähle und Schäden an der Feldflur und an Uferböschungen laut, die von Angehörigen der Zeltlager begangen worden sind. Eine aus Barmen stammende Jungvolkgruppe, die sich längere Zeit in Wipperfürth aufhielt, hat sich als unrühmliche Ausnahme besonders undiszipliniert gezeigt, so dass polizeilich eingeschritten werden musste.“