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Ereignisse
1943
Oktober

Feldscherschule des Gebietes Ruhr-Niederrhein

1943 bemüht sich das Gebiet Ruhr-Niederrhein um den Erwerb eines Geländes zur Errichtung einer Gesundheitsdienstschule. Von derartigen Schulen gibt es im Reich zu diesem Zeitpunkt 21, vorgesehen ist, dass in jedem Gebiet eine Schule eröffnet wird. Die Schulen dienen hauptsächlich der Ausbildung von Feldscheren, werden aber auch von allen Führeranwärtern und allen 16-jährigen BDM-Mädchen besucht, um dort in dreiwöchigen Kursen "in allen Disziplinen der Gesundheitsführung und Sicherung ausgebildet" zu werden.

Als geeignetes Objekt für das Gebiet Ruhr-Niederrhein wird die ehemalige Gauschulungsburg Stenden zwischen Kempen und Geldern ins Auge gefasst, die seit Kriegsbeginn leer steht. Das Gebäude liegt inmitten von Waldungen und ist 1900 erbaut worden. Der bauliche Zustand ist insgesamt gut, es müssen allerdings Reparaturarbeiten durchgeführt werden, um Flak- und Bombenschäden zu beseitigen.

Das Gebäude gehört mit seinem über 2 ha großen Grundstück der Firma Kaisers Kaffeegeschäft G.m.b.H. in Viersen, die anbietet, es der NSDAP zu einem Selbstkostenpreis von 27.900,- RM zu übereignen. Der Verkauf erfolgt am 29.10.1943.

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