Gefolgschaftsführer prügelt sich in betrunkenem Zustand mit Polizisten
Am Sonntag, den 21.10.1934, trifft sich Gefolgschaftsführer Jakob Hövel (geb. 20.9.1916, Altestr. 100, Frechen) mit drei Begleitern in HJ-Uniform in einer Wirtschaft in Grefrath, wo sie sich betrinken und durch "herausforderndes" Verhalten die anderen Gäste stören. Bevor es zu einer bereits befürchteten Auseinandersetzung kommt, verlassen sie die Kneipe und begeben sich gegen 21 Uhr auf den Heimweg. Hövel fährt dabei auf einem Fahrrad ohne Licht und wird daraufhin von einem Polizisten aufgefordert stehenzubleiben. Statt anzuhalten, biegt er jedoch in eine Gasse ein und ruft "Das geht Euch doch einen Scheißdreck an." Dem Polizisten gelingt es jedoch, Hövel anzuhalten, der sich daraufhin nach Kräften wehrt und sich weigert, seine Personalien anzugeben. Seine Begleiter fordert er auf, ebenfalls handgreiflich gegen die Polizei vorzugehen, was diese jedoch verweigern. Anschließend wird Hövel im Spritzenhaus in Gewahrsam genommen.
Dort wird er jedoch bald darauf von einem SA-Mann namens Statz befreit. Die Ortspolizeibehörde kann den Täter rasch stellen. Dieser gibt an, in einem Restaurant von den Grefrather Arbeiter August Schmitz aufmerksam gemacht worden zu sein, dass Hövel von Zivilpersonen in das Gewahrsam gesperrt worden sei. Schmitz hatte dies vermutlich von seinem Sohn erfahren, der zuvor eine Fensterscheibe in dem Gewahrsam eingeworfen hatte, um sich mit Hövel unterhalten zu können. Im Glauben, dass die Polizei mit der Sache nichts zu tun gehabt hat, will Statz Hövel befreit haben. Weitere SA-Männer, die die Polizei verdächtigt, ebenfalls an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein, haben laut Statz mit der Befreiung nichts zu tun.