Gut Korreshof wird Landdienstlehrhof des Gebietes Düsseldorf
Das Gebiet Düsseldorf sucht während des Krieges einen landwirtschaftlichen Betrieb, um einen Landdienstlehrhof einzurichten, in dem Landdienstführer und -führerinnen ausgebildet werden sollen. Als geeignetes Objekt wird das Gut Korreshof bei Mettmann ausgemacht, ein Betrieb mit Gärtnerei, Ackerland und einer kleineren Viehhaltung.
Der Besitzer des Betriebs, Meyer, ist gezwungen, den Betrieb zu verkaufen oder zu verpachten, weil er in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist. Er hatte den Betrieb nach der "biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise", das heißt ohne künstliche Düngung, bewirtschaftet mit dem Ergebnis, dass die Erträge von Jahr zu Jahr zurückgingen, so dass bei ihm im Mai 1942 ein Zwangsverwalter eingesetzt werden musste. Er ist bereit, den Hof zu verkaufen, wenn ihm dafür "im Osten ein größerer Betrieb zur Verfügung gestellt wird, auf dem er in erster Linie Viehzucht betreiben kann".
Am 18. und 19. September 1942 wird der Betrieb von Vertretern der RJF, der Gebietsführung Düsseldforf, der örtlichen NSDAP sowie der Stadt besichtigt und für geeignet befunden.
Am 1. April 1943 ist man sich schließlich handelseinig: Einrichtungen und Anlagen des Gutes werden vom Besitzer gepachtet, das lebende und tote Inventar für 129.327,35 RM gekauft.