Gesundheitsführung und Jugendpflege
Als eines der zentralen Ziele der Arbeit der HJ bezeichnet das Organ der HJ des Gebietes Mittelrhein, "Rheinische Hitlerjugend", Anfang Januar 1934 die Gesundheitsführung der Jugendlichen auf einer rasseideologischen Basis. Um der zunehmenden "Vergreisung" der Bevölkerung zu begegnen und im "Kampf der Rassen und Völker" zu bestehen, soll der "gesunde" - und das heißt hier immer "erbgesunde" - Nachwuchs besonders gefördert werden. Kritisiert wird, dass in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg die "Minderwertigen und Erbuntauglichen auf Kosten der Gesundheit gehegt und gepflegt wurden". Nun soll "in positiver Ergänzung zum Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" eine "planmäßige Gesundheitsvorsorge" betrieben werden, die unter anderem Reihenuntersuchungen der HJ sowie eine "gesundheitlich vernünftige Ausnutzung der Freizeit" vorsieht.
Zudem organisiert die RJF die örtliche "Erholungspflege" und verschickt Jugendliche, die erholungsbedürftig sind, für einige Zeit zu Bauern aufs Land. 1933 wurden bereits 70.000 Jungen und Mädchen verschickt.
Westdeutscher Beobachter, Beilage "Rheinische Hitlerjugend", 2.1.1934