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Ereignisse
1930
November

NS-Schülerbund wirbt in Köln

Die Ortsgruppe Köln des NS-Schülerbundes veranstaltet am 7. November 1930 eine Mitgliederversammlung im Lokal "Mainz" in der Kölner Helenstraße. Eingeladen wurde nur durch mündliche Mitteilung. Die Kölner Polizei erhält jedoch durch einen "zuverlässigen Vertrauensmann" dennoch Kenntnis von dem Treffen und berichtet am 14. November 1930 an den Kölner Regierungspräsidenten, dass 40 Schüler, 10 Pfadfinder und 8 SA-Leute anwesend gewesen seien und eine Rede von Dr. Winkelnkemper über "Deutsche Jugend und heugies System" gehört hätten.

Winkelkemper habe darin den "Kampf der Schuljugend" gegenüber einem "veralteten Ausbeutungssystem" geschildert und Stellung zu gegnerischen Jugendverbänden genommen, denen er die HJ und SA als "freiheitsglühende Kämpfer" gegenüber gestellt habe. Die Schüler habe er zu Treue gegenüber Hitler aufgefordert und sie ermahnt, sich an den Schulen vorsichtig zu benehmen, da die NSDAP noch nicht eingreifen könne, wenn "verkalkte" Pädagogen sich gegen sie stellen würden.

Noch ist der Einfluss des Nationalsozialismus demnach auf den Kölner Schulen begrenzt.

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