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Ereignisse
1930
April

Rundschreiben von Wilhelm Kayser an die Bezirks- und Ortsgrupppenführer der HJ

Die Auseinandersetzungen innerhalb der Gauleitung der NSDAP/Rheinland um Wilhelm Kayser greifen im April offensichtlich auch auf die HJ über. In der Folge versagt die politische Leitung des Gaues der HJ ihre Unterstützung bei der Abhaltung der geplanten Osterkundgebungen in Koblenz und Winningen. Die Planungen sollen jedoch fortgesetzt werden.

Zudem grenzt Kayser in dem Rundschreiben die Aufgaben von NS-Schülerbund und HJ ab. Als gemeinsames Ziel beider nennt er die Gewinnung neuer Nationalsozialisten, doch ist der Aufgabenbereich des NS-Schülerbundes auf die Schulen begrenzt. Dort habe "ein neuer Geist [...] die Herrschaft" angetreten, und es gebe an fast allen Schulen "verantwortungsbewusste junge Nationalsozialisten", die ihre Kameraden, die zu zwei Dritteln aus dem bürgerlichen Lager stammten, "auf die enge Verbundenheit mit dem Jungarbeitertum aus dem proletarischen Lager hinweisen". Mit der Einsicht, dass "Faust und Stirn" zusammenstehen müssten, würden die "erwachten jungen Deutschen" nach der Schule von selbst zur HJ finden, wo dann "in gesteigertem Maße" fortgesetzt werde, was der NS-Schülerbund angeregt habe.

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