Menü
Ereignisse
1930
April

Rundschreiben von Wilhelm Kayser an die Bezirks- und Ortsgruppenführer der HJ

Ab 1.4.1930 übernimmt Jg. Hans Prang, Köln, Triererstraße 35 das Amt des Gauscharführers und stellvertretenden Ortsgruppenführers der HJ in Köln.

Zur bündischen Jugend bemerkt Kayser, dass diese die HJ mit Herablassung betrachte und glaube, sie werde niemals "namhafte Erfolge" erzielen. Dem begegnet er mit statistischem Zahlenmaterial, aus dem er den Erfolg der HJ auch bei den jüngeren Jahrgängen beweisen möchte.

So würde es innerhalb der HJ-Gruppen im Rheinland 16 Prozent Mitglieder unter 14 Jahren geben, 30 Prozent zwischen 14 und 16 Jahren und 54 Prozent über 16 Jahren.
DIese setzten sich beruflich aus 55 Prozent "Handarbeiter" zusammen, 15 Prozent "Kopfarbeiter", 18 Prozent Volksschüler und 12 Prozent höhere Schüler.
Sie stammten aus folgenden "Lagern": Deutscher Pfadfinderbund, Großdeutscher Jugendbund, Jung-Spartakus-Bund bzw. Roter Jungsturm, Jungnationaler Bund, Ring-Pfadfinder, Deutsche Pfadfinderschaft, Kyffhäuser-Jugend, Jungwolf (Wehrwolf), Bund der Kaufmannsjugend, Fichte-Bund, Reichsbanner-Jugend und Jungstahlhelm.

In der bündischen Jugend müssen alle Veranstaltungen der HJ gemeldet werden. Daran knüpft Kayser die Hoffnung, dass die HJ dadurch weitere Mitglieder gewinnt.

Baum wird geladen...