Staatsjugendtag bringt Schulalltag durcheinander!
Ein Lehrer der Volksschule Nussbaumerstraße beschwert sich am 13. September 1934 beim Kölner Generalvikariat, dass mit der Einführung des Staatsjugendtages gerade im Bereich des Religionsunterrichts Unzulänglichkeiten zu Tage getreten seien. Da die dem Jungvolk angehörenden Schüler nicht mehr am Religionsunterricht teilnehmen müssten, seien vor allem an Samstagen kaum noch Schüler an der Schule anwesend.
weiter schreibt er: „Ich habe meinen Direktor darauf hingewiesen, dass es untragbar sei, an diesen Tagen Religionsunterricht für die Klassen einzurichten, in denen auch nur ein Schüler ständig fehle." Er habe sich schon beim Rektor für eine Stundenplanänderung eingesetzt. Das sei letztlich zwar erfolgreich, aber auch sehr mühsam gewesen.
Das Erzbischöfliche Generalvikariat, so seine Bitte, möge sich um eine allgemeine Lösung in dieser Frage bemühen, da sicher noch andere Schulen vor demselben Problem stünden.