Der Papst an die katholischen Jugendverbände Deutschlands
Zum Ostersonntag 1934, der auf den 1. April fällt, richtet Papst Pius XI folgende Botschaft an die katholischen Jungmännerverbände in Deutschland:
„Geliebte Söhne! Den Ausdruck kindlicher Ergebenheit gegen den Stellvertreter Christi und der unverbrüchlichen Treue zur heiligen Kirche, den Ihr uns übermittelt habt, nehmen wir mit inniger Teilnahme und großer Genugtuung entgegen. Mit inniger Teilnahme: denn Ihr habt in vorderster Linie für Eure religiösen Ideale bereits große Opfer gebracht und bringt sie noch täglich. Mit großer Genugtuung über den Bekennermut, den Ihr offenbart, und die echt übernatürliche Gesinnung, von der Ihr beseelt seid.
Trotz alles Schwerem, durch das Euch die Vorsehung hindurchleitet, und entgegen einer mit Lockrufen und Druck arbeitenden Propaganda für eine neue Lebensauffassung, die von Christus weg ins Heidentum zurückführt, habt Ihr dem Heiland und seiner Kirche den Schwur der Liebe und Treue gehalten und bleibt gerade deshalb umso gefestigter in der Hingabe an Volk und Heimat, denen Ihr, wie in vergangenen Zeiten, euch jetzt in engster Verbundenheit selbstlos dienen wollt.
Wir kennen aus verantwortungsvoller Hirtensorge - und wir wissen, dass sie auch die große Sorge Eurer Bischöfe ist - die Lage der katholischen Jugendlichen Deutschlands. Eure Verbände sollen jedenfalls wissen, dass Ihre Sache unsere Sache ist. Wir führen Euch in väterlicher Liebe unter das Kreuz Jesu Christi, das auf Euren Bannern leuchtet, und spenden Euch, Euren Eltern und Angehörigen als Kraftquelle unerschütterlicher Glaubenstreue von Herzen den erbetenen apostolischen Segen."