"Hitlerjugend kämpft mit offenem Visier"
Ein Jahr nach der NS-Machtübernahme veröffentlicht der Westdeutsche Beobachter am 30. Januar 1934 unter der Überschrift „Hitlerjugend kämpft mit offenem Visier" eine Erklärung von Gebietsführer Wallwey zu Vorwürfen, die gegen die Kölner HJ erhoben worden sind:
„Zu der eingegangenen Beschwerde aus dem südlichen Stadtteil betr. das Beschmieren von Häusern mit Anschriften gegen die konfessionellen Jugendverbände können wir mit Genugtuung feststellen, dass hierfür Angehörige der Hitler-Jugend nicht in Frage kommen. (...) Die Disziplin und die straffe Erziehung der Hitler-Jugend lassen es nicht zu, dass eventuelle Eigenaktionen untergeordneter Gruppen in dieser Richtung hin unternommen werden. Der Name Hitler-Jugend ist hier wieder einmal, wie sooft, zu mehr oder weniger durchsichtigen Zwecken missbraucht worden, um den Saboteuren des Dritten Reiches angeblich in die Hände zu spielen. (...) Es ist nicht die Art eines Hitlerjungen, Giftpfeile mit frommer Miene aus dem Hinterhalt zu senden. Die Hitler-Jugend sieht ihrem Gegner offen ins Gesicht, und sie wird Ihre Fahne siegreich vorwärtstragen bis zum endgültigen Siege!"