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Ereignisse
1934
Januar

Jugendwerbetag ohne Chance

Am 13. Januar 1934 berichtet F. Schlutz, stellvertretender Vorsitzender des CVJM Essen-Borbeck, dem Vorstand des Westbundes in Wuppertal-Barmen von dem Plan, einen Jugendwerbetag zu veranstalten. Dieser soll am 25. März 1934 stattfinden, jedoch bereits am 24. abends durch einen Werbemarsch des CVJM-Jungvolkes eingeleitet werden. Schlutz erbittet die Teilnahme des Westbund-Mitarbeiters Dr. Wilkes, den sich die Organisatoren als Redner erwünschen.

Man wage diesen Schritt, so Schlutz, „trotz der gegenwärtigen unsicheren Lage unseres Werkes getrieben durch das Schriftwort: Kaufet die Zeit aus". Man wäre daher über eine Zusage von Wilkes sehr erfreut. „Wir gedenken täglich im Gebet der Arbeit unseres Werkes und glauben, dass der Gott uns aus der Unsicherheit dieser Tage herausführen wird zu erneutem Vormarsch und fröhlichem Angriff zum Bau seines Reiches im Dritten Reich."

Solchem Optimismus wird angesichts der laufenden Eingliederungsverhandlungen jedoch umgehend die Grundlage genommen. „Soviel ist jetzt schon zu sagen", antwortet Wilkes am 29. Januar 1934, nämlich „dass sie den Tag sicher nicht so durchführen können, wie Sie ihn geplant haben, weil wir alle, wie Sie sich denken können, durch die letzten Entscheidungen in Anspruch genommen sind, und wir sicher einen Teil unserer Arbeit völlig umbauen müssen."

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