Eine „deutsche Mutter“ beschwert sich
Am 5. Februar 1934 richtete eine dreifache Mutter ein Schreiben an den Essener Polizeipräsidenten Zech, in dem sie ihm mitteilt, die „evangelische Jugendsache" vom Vortag habe sie „tief erschüttert". Ihr ältester Sohn, so heißt es weiter, besuche bereits seit sieben Jahren das Weigle-Haus und habe dort - durchaus im Sinne der Nationalsozialisten! - „nur Gutes" gelernt. „Als noch ganz wenige Menschen an eine deutsche, nationale Erhebung glaubten, da wurde den Jungen im Jugendhaus schon das Herz warm gemacht für unseren Führer."
Es werde häufig betont, die Eltern seien gegen eine Eingliederung in die HJ, doch das treffe nicht zu. Man wolle im Gegenteil „zusammen arbeiten und streiten", so die „deutsche Mutter". Es gehe daher nicht an, dass die evangelischen Jugendlichen beschimpft würden, eine Tatsache, die Hitler bestimmt nicht gutheißen würde.