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Jüdische Rundschau (1933-1938)

Die Jüdische Rundschau erschien von 1902 bis zu ihrem Verbot im November 1938 in Berlin und war die größte und bedeutendste zionistische Wochenzeitung in Deutschland. Sie erschien zunächst wöchentlich, ab 1919 dann zumeist zweimal in der Woche. Neben der CV-Zeitung und dem Israelitischen Familienblatt zählte das Blatt zu den bestimmenden jüdischen Periodika in Deutschland. Ihre Auflage stieg von 10.000 im Jahr 1926 auf 37.000 Exemplare in den Jahren zwischen 1934 und 1937. Im Jahr 1938 ging die Auflagenhöhe dann auf 25.300 zurück. Nach der Pogrom musste die Zeitung ihr Erscheinen nach der Ausgabe vom 8. November 1938 einstellen. Nachfolgerin wurde die bis 1940 in Paris gedruckte und von dort in 60 Länder vertriebene Jüdische Welt-Rundschau.

Als Organ der Zionistischen Vereinigung für Deutschland repräsentierte sie den deutschen Zionismus. In dem Blatt wurden entsprechend bedeutende Debatten über Funktion und Aufgabe zionistischer Politik und Theorie geführt. Außerdem half die Jüdische Rundschau dabei, ab 1933 die Auswanderung zu organisieren.

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