Briefwechsel der Familie von Ameln und Pollitz
Hermann und Elsbeth von Ameln hatten seit 1933 massiv unter dem Rassismus des NS-Regimes zu leiden. Der 1901 geborene Jurist hatte im Oktober 1933 die einer jüdisch-christlichen „Mischehe“ entstammende, 1904 geborene und ebenfalls als Juristin tätige Elsbeth Pollitz geheiratet, die damit nach Inkrafttreten der „Nürnberger Gesetze“ als „Mischling I. Grades“ galt. Im April 1939 musste sich das Paar räumlich von Elsbeths Eltern Oskar und Sophrine Pollitz trennen. 1944 spitzte sich die Lage für beide Paare nochmals dramatisch zu, nachdem zunächst die Wohnung von Elsbeth und Hermann von Ameln in der Paulistraße 11 durch einen Bombenangriff zerstört worden war und im September in Köln dann die Aktion gegen die Angehörigen von „Mischehen“ begann und die Familien abtauchten.
Zu dieser Zeit setzte auch der hier einsehbare Briefwechsel ein, der eine Art Kaleidoskop der letzten Monate des NS-Regimes bietet und zeigt, in welcher Gefahr sich die Angehörigen von „Mischehen“ befanden.
Eine ausführliche Geschichte beider Familien finden Sie hier.