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Der Briefwechsel der Familien Löwenstein und Steinbock

Der 1888 geborene Fritz Löwenstein und die 1896 geborene Regine Boltem stammten beide aus dem rheinischen Siegburg. Während Fitz jüdischer Herkunft war, entstammte Regine einer katholischen Familie, so dass beide nur nach Überwindung großer familiärer Widerstände eine später so genannte „Mischehe“ eingehen konnten. Sie ließen sich in Köln nieder, wo bald zwei Söhne und eine Tochter geboren wurden.

Seit spätestens waren die aufgrund ihres „Mischehen“-Status vor antisemitischer Verfolgung etwas geschützteren Löwensteins permanent bemüht, ihren jüdischen Freunden und Bekannten Hilfe zu leisten. Hiervor geben die zahlreichen erhaltenen Briefe und Postkarten ebenso Ausdruck wie von der Tatsache, dass auch enge Familienangehörige - insbesondere Sohn Rudolf und dessen Freundin - nach und nach in die Verfolgungsmaschinerie des NS-Regimes gerieten.

Das betraf auch das Ehepaar Steinbock, das bereits 1938 nach Polen abgeschoben wurde, während es seine beiden kleinen Töchter allein in die Niederlande schickte. Alle vier sollten trotz aller Bemühungen zu Opfern des Holocaust werden. Die von ihnen erhaltenen Briefe geben erschütternde Einblicke in die Lebensverhältnisse der polnischen Gettos.

Eine ausführliche Familiengeschichte der Löwensteins finden Sie hier, während das Schicksal der Steinbocks hier skizziert wird.

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