Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe
Bereits Anfang April 1933 wurde vom Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin eine „Zentralstelle für jüdische Wirtschaftshilfe“ eingerichtet, der die Aufgabe zukommen sollte, „sich in einheitlicher Weise und zentral mit den wirtschaftlichen Notständen der deutschen Juden zu befassen“. Von Beginn an war klar, dass diese neue Institution „auf neuen Wegen mit neuen Mitteln neue Existenzgrundlagen für Juden in Deutschland zu schaffen trachten“ müsse, wie Initiator Bruno Woyda, zugleich Vorstandsmitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin im April 1933 in einer Sondernummer des „Gemeindeblattes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin“ schrieb. Von Anfang an sollte also, weit über die augenblickliche Hilfe hinaus, der Aufbau neuer Existenzmöglichkeiten - in Deutschland selbst - zu den Aufgaben der Zentralstelle zählen.
Sie wurde dem bald darauf gegründeten „Zentralausschuss der deutschen Juden für Hilfe und Aufbau“ eingegliedert, der sich schnell zum bedeutendsten Instrument des deutschen Judentums für soziale und wirtschaftliche Aufgaben entwickelte.