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Opfer

Nur ein kleiner Teil der bis zu 160.000 nach Theresienstadt verschleppten Jüdinnen und Juden konnte innerhalb des Gettos überleben: Zehntausende starben dort unter unsäglichen Umständen, weitaus mehr wurden von hier aus weiter zu besonderen Tötungsstätten transportiert.

Von den insgesamt 141.000-148.000 der nach Theresienstadt Deportierten, zu denen im April 1945 nochmals jene etwa 15.000 Menschen hinzukamen, die man in „Evakuierungstransporten“ aus dem Osten hierher getrieben hatte, stammten mehr als 75.000 aus der Tschechoslowakei, 42.345 aus Deutschland, 15.324 aus Österreich, 4.897 aus Holland, 1.270 aus Polen, 1.074 aus Ungarn und 466 aus Dänemark.

Im Getto selbst starben von ihnen rund 33.500 vorwiegend Alte und Kranke - 92 Prozent der Theresienstädter Toten waren über 60 Jahre alt -, während rund 88.000 der temporären Getto-Bewohner Theresienstadt als „Stall vor dem Schlachthaus“ (Ruth Klüger) erlebten und von dort in mehr als 60 Transporten in eines der Vernichtungslager deportiert wurden. Nur geschätzte 3.500 von ihnen überlebten diese Deportationen.[1]

Insgesamt verloren somit 118.000 Menschen in oder im Anschluss an einen Aufenthalt in Theresienstadt ihr Leben, während lediglich 16.800 bis 19.000 am 5. Mai 1945 befreit werden konnten. Mit jenen, die nach ihrer Deportation aus Theresienstadt das Ende des Krieges in anderen Lagern überstanden, summiert sich die ungefähre Zahl der ihren Aufenthalt in Theresienstadt-Überlebenden auf rund 23.000.

Fußnoten

[1] Zitiert nach Gottwaldt/Schulle, Judendeportationen, S. 264.

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