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Auflösung und Ende

Wegen des schnellen Vorrückens der Roten Armee auf das Baltikum begann die SS im September 1944 das KZ Kaiserwald zu „evakuieren“ und Tausende Häftlinge nach Westen zu treiben. Die Frauen sollten ins KZ Stutthof in der Nähe von Danzig, die männlichen Häftlinge vor allem nach Buchenwald, aber auch in andere Lager überführt werden. Nicht transportfähige Häftlinge wurden im Rahmen dieser Aktion kurzerhand erschossen, so dass insgesamt nur wenige Hundert das Kriegsende erlebten.

Bis Ende September war das KZ Kaiserwald geräumt. Die Rote Armee erreichte es am 13. Oktober 1944 und nutzte das Gelände anschließend als Kriegsgefangenenlager.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten nach Schätzungen etwa 20.000 hauptsächlich jüdische Häftlinge aus Lettland, Litauen, Deutschland, Österreich, Tschechien und Ungarn das Lager durchlaufen. Lediglich rund 3.500 von ihnen erlebten das Kriegsende. In Kaiserwald selbst und in seinen Außenlagern und -kommandos wurden schätzungsweise etwa 7.600 Menschen ermordet, während der größere Teil der Opfer erst nach dessen Auflösung des KZ auf dem beschwerlichen und gefährlichen Weg ins KZ Stutthof ums Leben km.

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