Menü

Personal

Dennoch dominierte auch in Kulmhof ganz eindeutig die SS. Das dortige „Sonderkommando Lange“ setzte sich aus etwa 15 bis 20 Gestapobeamte aus Posen, Litzmannstadt und Hohensalza zusammen - ihrerseits Angehörige der Sicherheitspolizei und des SD-, die verschiedene Arbeiten beim alltäglichen Massenmord übernehmen sollten. Darin hatten die Betreffenden seit Anfang 1940 reichliche Erfahrungen sammeln können, als sie Tausende Patienten aus psychiatrischen Anstalten durch den Einsatz von „Gaswagen“ im Warthegau ermordeten. Sie bildete nun den Kern des Lagerpersonals in Kulmhof, das später nur noch als „Sonderkommando“ bezeichnet wurde.

In seiner Arbeit wurde das Sonderkommando von insgesamt 120 bis 130 Angehörigen zweier Polizeibataillone der Ordnungspolizei Litzmannstadt unterstützt, deren jeweilige Kommandostärke sich auf rund 80 belief und die zu verschiedenen Bewachungskommandos eingeteilt wurden.

Außerdem setze man in Kulmhof dauerhaft 30 bis 40 jüdische Häftlinge zum Begraben und Verbrennen der Leichen ein. Anfangs wurden auch sie noch am gleichen Abend ermordet, , später ließ man ihnen einige Tage ihr Leben, bis sie dann auch liquidiert und durch Leidensgenossen aus neu eintreffenden Transporten ersetzt wurden.

Während seines Bestehens wurde das Vernichtungslager von zwei Kommandanten geleitet: SS-Hauptsturmführer Herbert Lange (1909-1945) und Hans Bothmann (1911-1946), wobei erster für die Einrichtung und Inbetriebnahme Lagers verantwortlich zeichnete, während Bothmann die anschließenden Massenmorde sowie die Auflösung des Lagers leitete.

Baum wird geladen...