Opfer
Zwischen Januar 1942 und Juli 1944 wurden in mehreren Phasen „Aussiedlungen“ in das Vernichtungslager Kulmhof durchgeführt, wo die Deportierten unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet wurden. Die Daten zu den einzelnen Phasen der Transporte nach Kulmhof lauten:
26.-29.1. 1942 10.003
22.2.-2.4. 1942 34.073
4.-15.5. 1942 10.914
3.-12.9. 1942 10.914
23.6.-14.7. 1944 7.196
73.100
Im August 1944 fuhren die Deportationszüge aus dem Getto Litzmannstadt nach Auschwitz. Allein im Laufe dieses einen Monats wurden zwischen 65.000 und 67.000 Jüdinnen und Juden dorthin verschleppt und ermordet. Weitere rund 500 wurden in die KZs Sachsenhausen und Ravensbrück verlegt.
Im Getto selbst wurden zwischen 43.000 und 46.000 Menschen ermordet. Sie verhungerten, erlagen Krankheiten oder wurden von deutschem und jüdischem Wachpersonal umgebracht. Besonders hoch war die Sterblichkeit zwischen Januar und März 1941, als die Folgen des Hungers und des sehr kalten Winters zusammenfielen, und dann wieder - nicht zuletzt als Folge der Ankunft der „Westjuden“ - seit Januar 1942.
Damit wurden im Getto selbst und durch die aus ihm erfolgten „Aussiedlungen“ zwischen 181.100 und 186.600 Jüdinnen und Juden ermordet.[1]
Fußnoten
[1] Diese Zahlen nach https://www.zukunft-braucht-erinnerung.de/das-deutsche-Getto-litzmannstadt-im-polnischen-lodz/ (27.9.2021).