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Opfer

Vom 17. März bis zum 14. April wurden etwa 26.000 Gettobewohner per Zug nach Belzec transportiert und dort unmittelbar nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet. Auch hochrangige Mitglieder des Judenrats selbst sowie 35 jüdische Polizisten und deren Familien wurden am 30. März zur Deportation ausgewählt. 200 Kinder aus dem jüdischen Waisenhaus wurden gemeinsam mit ihren Lehrern in einem Lubliner Vorort umgebracht und mehrere hundert Patienten aus den lokalen Krankenhäusern 15 km von Lublin entfernt im Wald von Niemce mit ihren Ärzten und Krankenschwestern erschossen.

Nachdem die Deportationen am 14. April 1942 eingestellt worden waren wusste die SS, dass noch etwa 7.000-8.000 Jüdinnen und Juden in den Kellern der alten Gettos versteckt hielten. Die meisten von ihnen wurden nach und nach aufgespürt und in das kleine Getto Majdan Tatarski in einem Vorort von Lublin verlegt, wo viele von ihnen aus Platzmangel die Nächte auf den Straßen und Höfen verbringen mussten. Am 22. April 1942 wurden etwa 2.500-3.000 Gettobewohner - meist Frauen mit Kindern - in das Konzentrationslager Majdanek gebracht und rund 2.000-2.500 von ihnen anschließend im Krepiec-Wald erschossen.

Im September 1942 wurden etwa weitere 1.000 Menschen in das Getto in Piaski bei Lublin verlegt. Nach einer weiteren Selektion am 24. Oktober wurde am 9. November 1942 eine letzte Gruppe von etwa 3.000 Jüdinnen und Juden aus Majdan Tatarski zur Ermordung nach Majdanek deportiert. Etwa 180 weitere Gettobewohner, Kinder und solche, die sich versteckt gehalten hatten, wurden vor Ort erschossen.

Von den einstmals 42.000 in Lublin lebenden Juden überlebten nur etwa 200 bis 300 den Holocaust.

Da das Lubliner Getto das erste im Generalgouvernement war, das liquidiert wurde, sammelten die SS-Verantwortlichen hier viele Erfahrungen für die noch folgenden Vernichtungsaktionen im Zuge der „Aktion Reinhard“.

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