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Einrichtung

Die Einrichtung des Lagers wurde im April 1942 beschlossen, der endgültige Baubefehl dem SS- und Polizeiführer im Distrikt Warschau, SS-Oberführer Arpad Wigand dann von Reichsführer SS Himmler in einer mündlichen Besprechung in Warschau am 17. April 1942 erteilt. Seinen Namen erhielt es nach dem gleichnamigen Dorf und der dazugehörigen Bahnstation.

Errichtet wurde Treblinka mit aus dem Warschauer Getto angeliefertem Baumaterial zwischen April und Juli 1942. Das geschah unter Leitung des Arztes Irmfried Eberl, der sich in NS-Kreisen zuvor als Leiter der „Euthanasie“-Tötungsanstalten Brandenburg und Bernburg gemacht hatte. Auf seine neue Aufgabe hatte er sich zusätzlich durch einen kurzen Aufenthalt im Lager Sobibór sowie eine ausführliche Besichtigung von Belzec vorbereitet. Die Bauaufsicht für lag allerdings in Händen von SS-Hauptsturmführer Richard Thomalla.

Anfänglich war das Lager lediglich von einem Stacheldrahtzaun umgeben, wobei in den Zaun eingeflochtene Kiefernzweige den Einblick verhindern sollten. Später kam ein äußerer Bereich aus eisernen, mit Stacheldraht bewehrten Panzersperren hinzu. An den Ecken des Lagers und im eigentlichen Vernichtungsbereich waren hölzerne, etwa acht Meter hohe Wachtürme platziert. Das Lagertor war recht schmucklos und bestand aus zwei hohen, jeweils mit einer Blume aus Metall verzierten Säulen und einem schmalen Dach. Das daran befestigte Schild trug die Aufschrift „SS Sonderkommando Treblinka“. Die ans Tor anschließende Wachstube war - der Nationalität des Lagerleiters entsprechend? - im Stil eines Tiroler Bauernhauses gehalten.

Bis Juli waren Unterkünfte, Küchen, Büros und Magazine entstanden. Vom Bahnhof Treblinka aus wurde ein eigenes Nebengleis ins Lager angelegt und dort eine Rampe errichtet, die Platz für 20 Eisenbahnwaggons bot. Ein von Stacheldraht umsäumter Weg - der sogenannte „Schlauch“ - führte von dort direkt zu den in einem Ziegelsteinbau untergebrachten drei Gaskammern von 48 qm Größe, in denen 600 bis 1.000 Menschen gleichzeitig mit Motorenabgasen ermordet werden konnten. In unmittelbarer Nähe der Gaskammern wurde eine Grube für die Beseitigung der Leichen angelegt.

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