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Die Kölner Messe und der Bahnhof Deutz-Tief

Die Kölner Messe mit ihrem weitläufigen Areal von rund fünf Hektar hat auf mehrfache und sehr unterschiedliche Weise eine Verbindung zur jüdischen Geschichte:[1] Hier fanden drei große Ausstellungen statt, die der Öffentlichkeit auch verschiedene Aspekte jüdischer Religion und Kultur präsentierten: die Werkbund-Ausstellung 1914, die Jahrtausend-Ausstellung 1925 und die Internationale Presse-Ausstellung 1928.

Nur wenige Jahre später wandelte sich die Messe unter dem NS-Regime zunächst zu einem Ort der Propaganda. Neben zahlreichen NS-Größen traten hier etwa auch Hitler und Goebbels in der Messehalle vor einem Massenpublikum auf.

Wenn bis zum Frühjahr 1942 auch noch ein rudimentärer Messebetrieb aufrechterhalten wurde, wandelte sich das Gelände mit Beginn des Krieges zu einem Ort von Terror und Verfolgung. Davon waren neben der jüdischen Bevölkerung Kölns auch weitere aus rassischen, politischen oder religiösen Gründen Verfolgte sowie die während des Krieges in großer Zahl in die Stadt geholten Zwangsarbeiter*innen aus West und Ost betroffen. So diente das Messegelände u.a. im Mai 1940 als Sammellager für die Deportation von Sinti und Roma, ab Ende 1941 für die Deportation von Tausenden von Juden sowie als Depot für beschlagnahmtes jüdisches Eigentum, als Lager für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, als Hilfsgefängnis der Kölner Gestapo und als „Arbeitserziehungslager“ sowie ab Ende 1942 schließlich auch als Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald.

Die folgende Darstellung konzentriert sich ausschließlich auf diese Rolle, die das Messegelände in den Jahren zwischen 1933 und 1945 spielte.

Ort der Propaganda

Schon im März und Oktober 1932 war Adolf Hitler bei Großkundgebungen der NSDAP in der Kölner Messe aufgetreten. Im Februar 1933, kurz nach seiner Ernennung zum Reichskanzler, nutzte er die Messehalle erneut zu einer publikumswirksam inszenierten Veranstaltung, an der Zehntausende jubelnder Menschen teilnahmen.

Dies alles stellte jedoch erst der Auftakt zu einer Vielzahl von großen Propagandaveranstaltungen der nächsten Jahre dar, in denen das neue Regime das Messegelände nutzte, um seine Ideologie und seine Interessen zu propagieren und seine Macht nach außen zu demonstrieren. Völkische, rassistische und antisemitische Ideen nahmen in vielen dieser Veranstaltungen einen großen Raum ein. Neben den Frühjahrs- und Herbstmessen bestimmten in der Vorkriegszeit insbesondere politische Ausstellungen das Erscheinungsbild des Messegeländes. So wurde bereits im September 1933 die Ausstellung „Gesunde Frau – Gesundes Volk“ eröffnet. Im Sommer 1934 folgten dann die „Braune Messe – Deutsche Woche“, im August und September 1934 die Schau „Deutsche Saar“, im August die „Deutsche Kolonialausstellung“. Kennzeichnend für die NS-Rassenideologie war auch der Ausstellungstitel „Reichsschau Ewiges Volk“.

Das „Messelager“

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs musste die Messe ab September 1939 ihren Betrieb weitgehend einstellen, der mit der Frühjahrsmesse 1942 dann endgültig zum Erliegen kam.

Unmittelbar nach dem 1. September 1939 beschlagnahmte die Wehrmacht große Bereiche des Messegeländes.[2] Schon kurz darauf wurden erste Kriegsgefangene – rund 1.000 polnische Soldaten – in der Osthalle interniert. Im Sommer 1940 folgten französische Gefangene und später solche anderer Nationen, vor allem aus der Sowjetunion. Parallel dazu wurde das Gelände schrittweise immer stärker für verschiedene Zwecke von Militär, Polizei, Gestapo und SS verwandte und damit zu einem regelrechten Schauplatz des NS-Terrors mitten in der Stadt. So entstanden seit Kriegsbeginn auf dem Areal der Messe verschiedene Lagerkomplexe, darunter ein Kriegsgefangenenlager, mehrere Lager für zivile Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter (im Bereich des heutigen Tanzbrunnens) sowie in der Nähe des Messeturms mehrere Lager der Kölner Gestapo.

Im September 1942 wurde auf dem Messegelände zudem die „SS-Baubrigade III“ als Außenlager des KZ Buchenwald eingerichtet. Hier wurden bis zu 1.000 Häftlinge untergebracht. die im Auftrag der Stadt zur Räumung von Trümmern, Entschärfung von Bomben und Leichenbergung nach Luftangriffen eingesetzt wurden. Im Verlauf des Krieges summierte sich die Zahl auf insgesamt rund 6.000 hier eingesetzte Häftlinge, bis die Baubrigade im März 1944 aus Köln abgezogen wurde.

Deportation von Sinti und Roma

Im Mai 1940 nutzten die NS-Behörden die Messehallen erstmalig als regionales Sammellager für eine Deportation, als 1.000 Sinti und Roma aus Köln und dem Rheinland auf dem Messegelände konzentriert und anschließend vom Bahnhof Deutz-Tief aus in das besetzte Polen verschleppt wurden.[2] Vom 16. bis 21. Mai 1940 wurden sie hier unter anderem aus Köln, Herne, Wuppertal, Wanne-Eickel, Aachen, Koblenz, Gelsenkirchen, Krefeld, Düsseldorf und Duisburg konzentriert. Während der Wartezeit wurden sie, nach Städten getrennt, auf viereckige, mit Stroh gefüllte Viehboxen verteilt. Das vom Roten Kreuz ausgeteilte Essen war spärlich, und die zahlreichen Säuglinge mussten ohne jede Milch auskommen.

Nachdem die „Rassenhygienische Forschungsstelle“ vor Ort nochmals ihre früheren Begutachtungen überprüft hatte, verließ der Transport Köln. Die Deportation der Sinti und Roma ging unter SS-Bewachung ins „Generalgouvernement“. Man schätzt, dass mehr als die Hälfte von ihnen dort ums Leben kamen.

Deportation der jüdischen Bevölkerung

Bereits am 28. Oktober 1938 waren rund 600 jüdischer Kölnerinnen und Kölner mit polnischer Staatsangehörigkeit von Deutz aus nach Polen abgeschoben worden. Nachdem die voll besetzte Messehalle dann am 28. September 1941 einmal mehr als Schauplatz antisemitischer Ausfälle der Kölner NS-Elite gedient und Gauleiter Josef Grohe unter der Überschrift „Jude – Bolschewik – Plutokrat“ eine entsprechende Rede gehalten hatte, in der er unverhüllt weitgehende Maßnahmen zur Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung forderte, wurde sie nur einen Monat später zum Ort der beginnenden systematischen Verschleppung der jüdischen Bevölkerung aus Köln und dem Umland „in den Osten“. Am 21. Oktober 1941 mussten sich hier jene Jüdinnen und Juden versammeln, die dann einen Tag später mit dem ersten, 1.000 Insassen zählenden Transport den Bahnhof Deutz-Tief Richtung Litzmannstadt verließen. Ihm sollten noch fünf ähnlich große und zahlreiche kleinere Deportationen folgen. Im Herbst 1944 schließlich verschleppte man von hier aus auch jene Menschen, die bis dahin von den Deportationen verschont geblieben waren - die sogenannten „Mischlinge“ und die in einer „Mischehe“ lebenden Personen. Noch im Frühjahr 1945, kurz vor Kriegsende, wurden von Deutz aus Menschen deportiert.

In Vorbereitung der Deportationen wurde die jüdische Gemeinde gezwungen, Namenslisten für die jeweiligen Transporte zusammenzustellen. Wenige Tage oder auch nur einige Stunden vor der Deportation erhielten die Betroffenen die Aufforderung, sich zu einer bestimmten Uhrzeit, meist am frühen Morgen, auf dem Messegelände einzufinden. Wer dieser Aufforderung nicht freiwillig nachkam, wurde von Gestapo und Polizei abgeholt und zwangsweise zum Messegelände gebracht.

Vor den Messehallen mussten sich die Aufgerufenen sammeln und an den Pfeilern, auf die die Buchstaben in Reihenfolge des Alphabets aufgemalt waren, entsprechend ihrer Nachnamen aufstellen. Nach der Kontrolle des Gepäcks und einer Leibesvisitation brachte man sie in die Messehalle. Ein Entkommen war nun nicht mehr möglich, denn das Gelände war abgesperrt und wurde streng bewacht. Hierzu wurde nahezu das gesamte Personal der Kölner Gestapo herangezogen; darüber hinaus halfen Angehörige der SS, der Polizei, des Arbeitsamtes und der Oberfinanzdirektion.

„Mit sechs Koffern, drei Rucksäcken, Hand- und Aktentaschen“ sei seine Familie zum festgesetzten Zeitpunkt auf dem Messegelände eingetroffen, berichtete Hans Baermann, der die am 7. Dezember 1941 erfolgte Deportation nach Riga überlebte, später. „Unser Gepäck wurde auf Wertgegenstände untersucht, Schmuck, Uhren, Trauringe sowie sämtliche Legitimationspapiere wurden uns abgenommen. Nach einer neuen Leibesvisitation wurden jeder Person lediglich zehn Mark gelassen. Man trieb uns dann in den großen Saal der Messehalle, um die ein Stacheldraht gezogen war, und ließ uns vierundzwanzig Stunden in nassen Hobelspänen liegen.“

Die Eingeschlossenen, unter ihnen stets viele Kinder und Kleinkinder, mussten so bis zu zwei Tage in drangvoller Enge und unter katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Messehallen ausharren. Bereits während des Wartens starben Menschen, andere nahmen sich das Leben. Kurz vor Abfahrt des Zuges führte man die Betroffenen dann zum Bahnhof Deutz-Tief; von wo die Züge in das besetzte Osteuropa abfuhren.

„Deutz-Tief“ als Deportationsort

Das Deutzer Bahnhofsgelände lag der Kölner Messe unmittelbar gegenüber und war fußläufig schnell zu erreichen. Der Bahnhof war bereits damals ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt, was auch - bis zum heutigen Tag - in seiner speziellen Anlage und Funktionsweise zum Ausdruck kommt. Als „Turmbahnhof“ wird er mit zwei Stockwerken – „Deutz-Hoch“ und „Deutz-Tief“ - betrieben, die zwei unterschiedliche Verkehrsverbindungen bedienen.

„Deutz-Tief“ - heute nach einer vollständigen Umgestaltung Ausgangspunkt der Schnellfahrtstrecke Köln-Rhein/Main und ICE-Bahnhof – war ab 1940 der Startpunkt der von Köln ausgehenden Deportationen, wobei die heutige Gleisführung trotz aller baulichen Veränderung der damaligen Situation entspricht. Allerdings weiß wohl kaum einer der heutigen Reisenden, dass hier während des Krieges für Tausende von Menschen ihre Verschleppung in den Tod begann.

Die Organisation der Deportationstransporte verlief dabei stets nach einem festen Muster: Nachdem die in den Messehallen inhaftierten Menschen Stunden oder Tage gewartet hatten, wurde der Befehl zum Aufbruch gegeben. Polizei und SS sperrten den Weg von der Westhalle der Messe zum Bahnhof, den Auenweg sowie Teile des Deutzer Bahnhofs selbst ab und brachten die Inhaftierten über den – heute noch existierenden - Treppenabgang zu den Gleisen von Deutz-Tief. Eine Begleitung durch Angehörige und Freunde war bei diesen letzten Metern auf Kölner Boden ausdrücklich verboten; lediglich einige von der jüdischen Gemeinde beauftragte Personen waren als Hilfe für die Deportierten zugelassen.

Zum Transport standen auf dem Gleis alte Personenzüge bereit, in deren Abteile acht, zehn oder mehr Menschen gedrängt wurden, bei späteren Deportationen wurden offenbar auch Güterwagen ohne Sitzbänke eingesetzt. In wenigen Minuten mussten das Einsteigen und das Einladen des Gepäcks abgeschlossen sein, sodass in der Eile und aufgrund von Platzmangel oft nur ein Teil des Gepäcks mitgenommen werden konnten. So wurden vielen Deportierten schon vor der Abfahrt auch noch die letzten Habseligkeiten genommen.

 

Die Messe als Ort der Ausplünderung

Eine besondere Rolle kam der Kölner Messe auch im Prozess der Enteignung der jüdischen Bevölkerung zu. Im Zuge des eskalierenden Bombenkriegs mit den zunehmend schwereren Luftangriffen nahm mit den Zerstörungen auch der allgemeine Bedarf an Gebrauchsgegenständen rapide zu, da die entstehenden Lücken durch die ohnehin rüstungsorientierte Kriegswirtschaft nicht mehr aufgefüllt werden konnten. Besonders spürbar wurde der Mangel in Köln nach dem „1.000-Bomber-Angriff“ auf das Stadtgebiet Ende Mai 1942.

Diesem Mangel versuchte man daher unter anderem durch Beschlagnahmung und die systematische Versteigerung „nicht arischen“ Eigentums zu begegnen. Dazu „bediente“ man sich einerseits und ohne jegliche Skrupel direkt vor Ort. Unmittelbar vor ihrer Deportation zwang man die Betroffenen, genaue Verzeichnisse ihres Vermögens anzufertigen, in denen auch der Hausrat detailliert aufgelistet sein musste, und diese dann mit den Wohnungsschlüsseln und den wenigen ihren noch verbliebenen Wertsachen abzuliefern. Das Kölner Oberfinanzpräsidium und die Kölner Finanzämter, die die Erfassung und Verwertung des zurückgelassenen Eigentums übernommen hatten, ließen anschließend den gesamten Hausrat aus den Wohnungen der deportierten oder inhaftierten jüdischen Besitzer abholen und in den Messehallen und anderen Depots zwischenlagern.

Des Weiteren beutete man aber gezielt auch jene Jüdinnen und Juden aus, denen die Emigration zuvor gelungen war. Deren in holländischen und belgischen Häfen lagerndes Umzugsgut wurde nach dem schweren Mai-Angriff auf Köln nicht mehr an den eigentlichen Bestimmungsort transportiert, sondern, nachdem die lokalen Behörden ihr Interesse an dem Raubgut bekundet hatten, kurzerhand beschlagnahmt und unter den Codenamen „Aktion 3“ und „Aktion M“ nach Deutschland zurücktransportiert. Seit Juni 1942 wurden Tausende von Containern mit ganzen Wohnungseinrichtungen, unzähligen Umzugskisten und Koffern in Köln angeliefert. Per Annonce, in denen die Herkunft der Gegenstände aus „nicht arischem“ Besitz keineswegs verschwiegen wurde, in der lokalen Presse angekündigt, wurden Möbel, Bilder, Teppiche, Wäsche, Hausrat und Kleidung anschließend in öffentlichen Versteigerungen zum Kauf angeboten. Seit Mai 1942 fanden solche Veranstaltungen im „Ehrenhof“ der Messe, später in einer der Hallen statt. Den Ertrag aus diesen beliebten Verkaufsveranstaltungen, die bis Ende 1944 stattfanden, erhielten zwar die Finanzbehörden, aber durch ihre aktive Teilnahme an den Auktionen profitierten Zehntausende von Kölnerinnen und Kölnern von der Ausplünderung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung.

Spätes Gedenken

Das Messegelände wurde durch Bombardierungen im Laufe des Krieges weitgehend zerstört. Während aber bereits 1947 der Messebetrieb wiederaufgenommen werden konnte und deren Wiederaufbau in den folgenden Jahren vorangetrieben wurde, blieb die Geschichte des Ortes während des Nationalsozialismus lange Zeit ein erfolgreich verdrängtes Kapitel der Stadtgeschichte.

Erst in den 1980er Jahren begann eine erste und eher widerwillige Auseinandersetzung mit diesem Teil stadtkölnischer Vergangenheit. 1981, und damit immerhin 36 Jahre nach dem Ende des Krieges, wurde an der Nordseite des Messeturms eine schlichte Metallplakette angebracht, die an die Häftlinge der SS-Baubrigade III als Außenstelle des KZ Buchenwald erinnerte. Es war für die damalige Stimmungslage bezeichnend, dass die Plakette letzten Endes zwar vom damaligen Oberbürgermeister Norbert Burger im Namen des Kölner Stadtrats enthüllt wurde, die Initiative hierzu jedoch keineswegs von den politischen Vertretern der Stadt, sondern mit Sammy Maedge im Wesentlichen von einem einzelnen engagierten Bürger ausgegangen war. Diese erste Gedenkplakette wurde mit der Errichtung des Mahnmals vor dem Messeturm im Jahr 1993 entfernt und wird heute im NS-Dokumentationszentrum aufbewahrt.

Das offizielle Köln und mit ihm die Messeleitung gingen aber auch weiterhin mehr als zurückhaltend mit der NS-Geschichte des Ortes um. Eine an der Front des Messeturms angebrachte runde Wandtafel, die ebenfalls speziell das Häftlingslager thematisierte, wurde 1986 anlässlich eines Kongresses der „Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs“ gestiftet. Und auch das dritte, einige Schritte vom Messeturm entfernt an der Rheinpromenade errichtete Denkmal beruht auf privater Initiative: Das aus roten Ziegeln bestehende Mahnmal, das in seiner Gestaltung die charakteristische Architektur der Messebauten aufgreift, wurde von der „Projektgruppe Messelager“ angeregt, dann aber 1993 immerhin seitens der Stadt Köln finanziert.

Auch am Deutzer Bahnhof erinnerte jahrzehntelang nichts an die beklemmende Vergangenheit. Erst als dieser Anfang der1990er-Jahre umgebaut und neu gestaltet wurde, ließ die Stadt Köln an der Treppe zu den Gleisanlagen von „Deutz-Tief“, die im Volksmund „Treppe der Tränen“ genannt wurde, eine Gedenktafel anbringen. Als mahnendes Gedenken an die Opfer des NS-Regimes verstand sich auch eine Kunstaktion, die ebenfalls 1993 an gleicher Stelle stattfand: Angesichts des erstarkenden Neonazismus und einer Reihe von Gewalttaten rechtsradikaler Gruppen hatte die Künstlerin Helga Eitz 1992 eine „Nie wieder!“ titulierte Tonskulptur entworfen, die sie im Oktober 1993 mit einem von mehr als 200 Künstlern unterzeichneten Aufruf gegen Rassismus und Gewalt als so unsichtbar werdendes Denkmal im Boden unmittelbar vor der Gedenktafel versenkt.

Fußnoten

[1] Vgl. zum Folgenden v.a. Becker-Jákli, jüdisches Köln, S. 279ff.

[2] Vgl. generell und weiterführend zur Rolle und Bedeutung des Messegeländes im Krieg: Karola Fings: Messelager Köln. Ein KZ-Außenlager im Zentrum der Stadt, Köln 1996.

[3] Vgl. hierzu ausführlich Karola Fings, Frank Sparing: Das Zigeunerlager in Köln-Bickendorf 1935–1958. In: 1999. Zeitschrift für Sozialgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Heft 3/1991 sowie dies.: „Z.Zt. Zigeunerlager“. Die Verfolgung der Düsseldorfer Sinti und Roma im Nationalsozialismus. Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Volksblatt Verlag, Köln 1992.

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