Auffällige Mitglieder des Jungmännerverband
Der Essener HJ-Unterbannführer Giesen will am Abend des 14. August 1934 die Arbeiter Josef Meisters (* 1916) und Johann H. (* 1918) auf dem Rummelplatz an der Rechtstraße in Essen-Borbeck beim verbotswidrigen Tragen von Uniformstücke beobachtet haben. Nach der daraufhin erfolgten Anzeige werden die beiden KJMV-Mitglieder „ernstlich verwarnt".
Am 28. April 1935 fallen beide Jugendliche wiederum auf, als sie gemeinsam mit drei weiteren Jungen - unter ihnen auch Friedrich Kleine-Möllenhoff - auf der Berliner Straße in einheitlicher Kleidung angetroffen werden, die sich aus schwarzen Kniehosen, schwarzen Kitteln und Koppel ohne Aufschrift zusammensetzt. Die fünf werden der Polizeiwache zugeführt und nach Sicherstellung ihrer Kleidung kurz darauf wieder entlassen. Alle Beteiligten bekennen sich zu ihrer Mitgliedschaft im Katholischen Jungmännerverband.
Die Angelegenheit hat jedoch noch ein Nachspiel. Am 8. Mai werden die Jugendlichen auf Anweisung des Gestapo-Beamten Schweim vorläufig festgenommen und verhört. Schließlich wird ein Zwangsgeld in Höhe von 5 RM verhängt.