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Ereignisse
1934
Juni

Hoher Druck auf katholische Jugendliche

Der Essener Bezirkspräses des KJMV, Kaplan Salz, informiert das Erzbischöfliche Generalvikariat am 25. August 1934 darüber, dass in fast allen Essener Schulen die Einrichtung des Staatsjugendtages zum Anlass genommen wird, „um auf die Schüler und Schülerinnen unter Anwendung der stärksten pädagogischen Mittel einen Druck auszuüben, dass sie aus der katholischen Jugend austreten und sich den nationalsozialistischen Jugendorganisationen" anschließen sollen. So sei die Androhung einer beruflichen Benachteiligung nach der Schulentlassung an der Tagesordnung.

Geistliche, die sich vor den Kindern weiterhin für eine katholische Jugendarbeit einsetzen würden, sähen sich „schärfsten" Angriffen ausgesetzt - zum Teil sogar in Gegenwart der Schüler. „Den Kindern wird gesagt, dass sie von den Geistlichen belogen werden." Unter solchen Umständen könnten die Geistlichen ihrer Aufgabe, eine katholische Jugend heranzubilden, nur noch nachkommen, wenn „sie von der Kirche und dem Gesamtklerus gestützt" würden. Daher sucht Kaplan Salz beim Kölner Erzbischof um eine entsprechende Stellungnahme in der Frage des Staatsjugendtages nach.

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