Menü

Sukkot (Laubhüttenfest)

Sukkot (deutsch „Laubhütte“) oder „Laubhüttenfest“ ist ein jüdischer Feiertag. Das Fest wird fünf Tage nach dem Jom Kippur („Versöhnungstag“) im September oder Oktober gefeiert und dauert sieben Tage, wobei in vielen Reformgemeinden nur der erste Tag als voller Feiertag begangen wird.

Sukkot erinnert an den Auszug aus Ägypten und den langen und beschwerlichen Weg durch die Wüste zu ihrem neues Zuhause im „gelobten Land Kanaan“. Auf dieser Reise wohnten die Israeliten in provisorischen Behausungen („Sukka“). Daher wird anlässlich des Feiertags überall dort, wo sich Platz dafür bietet eine mit Ästen, Stroh oder Laub gedeckte Sukka gebaut, die unter freiem Himmel stehen muss. In ihr werden, wenn es das Wetter erlaubt, die Mahlzeiten während der siebentägigen Dauer des „Laubhüttenfestes“ eingenommen; besonders gesetzestreue Juden übernachten sogar in der Laubhütte.

Das in der Tora mehrfach erwähnte Fest ist wie die beiden anderen jüdischen Wallfahrtsfeste Pessach und Schawuot („Wochenfest“) bäuerlichen Ursprungs, hat sich jedoch bereits seit der Antike immer wieder stark verändert. Heute feiern viele Juden mit Sukkot zugleich ihr zweites Erntedankfest im Jahr.

Baum wird geladen...