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Ereignisse
1934
Juni

Liedtexte für Bonner Jungvolk

Die Abteilung Schulung des Unterbannes II/160 aus Bonn gab am 1. Juni 1934 ein Rundschreiben mit Texten folgender Lieder heraus: Es zittern die morschen Knochen, Hört ihr es gellen [auch: grollen] durch Straßen und Gassen, Wenn alles grünt und blüht, Ich habe einen Freund gekannt, Immer marschieren, Wenn die Soldaten durch die Stadt marschieren, Wir sind dreizehn Grenadiere, Rot wie Blut sind unsere Fahnen [auf die Melodie von Vom Barette schwankt die Feder], Was unser Führer uns gebracht [auf die Melodie von Schier dreißig Jahre bin ich alt].

Das Lied „Rot wie Blut sind unsere Fahnen“ könnte eine regionale Dichtung von etwas wenig stilsicherer Art sein und findet sich in keinem gedruckten HJ-Liederbuch. Der Text, der noch ganz im Duktus der „Kampfzeit“-HJ verharrt, passt mehr recht als schlecht zu der angegebenen Melodie und lautet:

„Rot wie Blut sind unsere Fahnen, schwarz das Kreuz auf weißem Feld, hart und steil sind unsre Bahnen, Kampf ist, was uns eint und hält; eint und hält in dieser Welt, wo wir kämpfen müssen.

Hat man uns mit Schimpf und Schande überhäuft mit Lug und Trug, stolz zur Sonne streckt den Adler majestätisch seinen Pflug, trotz Betrug, trotz Verrat und Schande.

Nimmer kriegen sie uns unter, ob sie auch der Geyer bläht, nie so lang noch froh und munter unsre rote Fahne weht; die Fahne weht nie vergeht, Hitlers Geist im Herzen.“

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