Lagebericht des Bonner Oberbürgermeisters
Am 23. August 1934 schreibt der Bonner Oberbürgermeister in seinem Bericht über die politische Lage an die Staatspolizeistelle für den Regierungsbezirk Köln u.a.:
„II. 3. Ein großer Teil des früheren Zentrums ist mit den Maßnahmen der heutigen Regierung einverstanden und steht hinter dem Führer. Der Rest des früheren Zentrums, der heute noch nicht hinter dem Führer steht und sich nicht dem Einfluss der politischen Ideen eines Teiles der katholischen Geistlichkeit entziehen kann, wird sich im Laufe der Zeit zum Staatsfeind entwickeln.
4. Die Stimmung der katholischen Geistlichkeit kann man als geteilt bezeichnen. Ein kleiner Teil steht hinter dem Führer. Der andere Teil lehnt den jetzigen Staat ab. Er ist auch derjenige Teil, der in den Kreisen des früheren Zentrums gegen die jetzige Regierung Stimmung macht.
5. Die kath. Jugendverbände haben sich in letzter Zeit ruhig verhalten. […]
III. Die Stimmung in der Bewegung und ihren Organisationen ist gut. Das Verhältnis eines Teiles der Eltern zur Bonner HJ usw. ist noch der gleiche wie das in meinem Bericht vom 25. Juli 1934 geschilderte.“