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Ereignisse
1943
August

Der Sicherheitsdienst der SS berichtet

„Bewährung der Hitlerjugend im Katastropheneinsatz nach den Fliegerangriffen auf Hamburg

Der Einsatz der Hitlerjugend während der schweren Fliegerangriffe auf Hamburg hat bei der Bevölkerung uneingeschränktes Lob und vollste Anerkennung gefunden.

Äußerungen von Bombengeschädigten und Flüchtlingen sowie Politischen Leitern, Betriebsführern und Luftschutzpolizisten besagen übereinstimmend:

«Die Hitlerjugend hat sich im Kampf gegen die Uber Hamburg hereingebrochene Katastrophe glänzend bewährt.»

In welchem Maße die Einsatzbereitschaft erfolgte, zeigt nachstehender Bericht:

«...14-jährige Hitlerjungen standen über 40 Stunden ununterbrochen in der Brandbekämpfung. Sie waren schwarz wie die Neger, hatten weder geschlafen noch etwas Ordentliches gegessen. Sie erklärten am Montag, dem 26.7., sie seien nun am Ende ihrer Kraft und wollten jetzt einmal nach ihren Eltern und Geschwistern, die in einem entgegengesetzten Stadtteil wohnten, sehen und wissen, was aus ihnen geworden sei.»

Fronturlauber, die mit HJ-Angehörigen zusammen eingesetzt waren, erklärten:

«Die Hitlerjungen haben sich als ganze Kerle gezeigt und genau wie der Soldat an der Front ihren Mann gestanden.»

Ein Politischer Leiter, der in den einzelnen Nächten in verschiedenen Bezirken Hamburgs eingesetzt war, sagt:

«Wenn die HJ nicht gewesen wäre, hätte Hamburg weit mehr Opfer an Menschenleben und Material bringen müssen.»

Nicht nur in der Brandbekämpfung, sondern auch in der Betreuung der Geschädigten und Flüchtlingen war die Hitlerjugend eingesetzt. Außerdem war sie auch im Meldedienst, als Helfer und Helferinnen in den Auffanglagern, den Krankenhäusern und Rettungs- sowie Sammel-, Verpflegungs- und Kartenstellen tätig.

«Auf dem Bahnhof Bergedorf wurden täglich mit Unterstützung der Hitlerjugend 25 - 30 Eisenbahnzüge mit je 1.000 Flüchtlingen nach dem Osten abgefertigt. Die Hitlerjugend beförderte hauptsächlich Gepäckstücke und Koffer an die Züge. Auch sonst ist sie hilfsbereit eingesprungen. Unberücksichtigt sind hierbei die Lastzüge, die in östliche Richtung in Bewegung gesetzt wurden und die neben den Fußgängern mit allerlei Hausrat auf ihren Karren und Wagen von den Hitlerjungen durch die Stadt geschleust wurden.»

«Die aus 25 Jungen und 8 Mädels bestehende Belegschaft des HJ-Lagers Zollenspieker stand der Gebietsführung Hamburg Tag und Nacht zur Verfügung und war vornehmlich im Meldedienst eingesetzt.. . . Ein HJ-Schnellkommando hat das Gebäude der Gebietsführung vor drohender Vernichtung durch ringsumher loderndes Feuer gerettet.»

Die älteren Angehörigen der HJ waren als Flak- bzw. Luftwaffenhelfer eingesetzt, wobei sie sich ebenfalls auszeichneten. So heißt es in einem Bericht:

«Betriebsführer, die früher gegen die Abstellung von Jugendlichen aus ihren Betrieben für den Einsatz als Flakhelfer waren und den HJ-Bannen Schwierigkeiten bereitet hatten, waren nunmehr des Lobes voll über den Einsatz der Jugendlichen, die sich bei der Brandbekämpfung in den Betrieben hervorragend bewährten.»

Flaksoldaten äußerten über den Einsatz der Luftwaffenhelfer wie folgt:

«Die Luftwaffenhelfer der Hitlerjugend haben sich tapfer geschlagen. Sie haben Verluste durch Feindeinwirkung an Toten und Verwundeten gehabt.»

Zusammenfassend wird festgestellt: Die Hitlerjugend habe bei den Fliegerangriffen ihre Bewährungsprobe bestanden. Sie habe sich durch Mut, Tapferkeit und umsichtiges Handeln ausgezeichnet und dafür sei ihr von allen Teilen der Bevölkerung vollste Anerkennung zuteil geworden.“

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