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Ereignisse
1943
Juni

Der Sicherheitsdienst der SS berichtet

„Zur Aufnahme des Jahrganges 1925 der HJ in die Partei

Die diesjährige Aufnahme des Jahrganges 1925 der HJ in die Partei wurde im gesamten Reichsgebiet teils am 18. April, teils am 20. April durchgeführt. Nach den hier aus allen Teilen des Reiches vorliegenden Meldungen ließen die diesjährigen Aufnahmefeiern weitere Fortschritte gegenüber den am 28. März durchgeführten diesjährigen Verpflichtungsfeiern, insbesondere aber gegenüber den vorjährigen Aufnahmefeiern, erkennen.

«Stimmungsmäßig haben die Feiern bei den Jugendlichen und den sonstigen Beteiligten einen guten Eindruck hinterlassen. Ein Erfurter Arbeiter, dessen Sohn ebenfalls mit in die Partei aufgenommen wurde, äußerte wörtlich: „Der Ernst des vierten Kriegsjahres lässt die Partei Feiern veranstalten, wie sie in dieser schlichten aber würdigen Gestaltung vor dem Kriege hier nicht üblich waren und daher auch nie solche Wirkung besaßen, wie das heute der Fall ist“.» (Weimar)

«Einen besonders tiefen Eindruck hat die Feier in K. bei den Anwesenden hinterlassen. Sie wurde von der dortigen Lehrerbildungsanstalt durchgeführt. Es waren sämtliche Gliederungen der Partei und die Bevölkerung der Umgebung eingeladen worden. Wider Erwarten - die dortige Bevölkerung ist streng katholisch - war sie sehr stark vertreten. Dadurch, dass neben der Feierrede des Hoheitsträgers noch Worte des Führers durch Schüler der Lehrerbildungsanstalt vorgetragen und die Veranstaltung durch Chorgesänge, Fanfaren und durch den Musikzug der LBA umrahmt wurde, war sie zu einer wirklichen Feier geworden. Besonders tief beeindruckt hat sämtliche Teilnehmer die Begleitung der National-Hymnen durch die in dem Raum vorhandene Orgel. Gerade dieser wirkungsvolle Abschluss wurde von der katholischen Bevölkerung hervorgehoben. Ein alter Bauer sagte auf Befragen, wie ihm die Feier gefallen hätte: „Es war sehr schön, ich komme zur nächsten Veranstaltung wieder“.» (Königsberg) «Insgesamt betrachtet, ist in der Auswirkung der Feiern gegenüber dem Vorjahre eine positive Entwicklung festzustellen.»(Litzmannstadt)

«In den meisten Fällen fanden die Feiern eine bessere Aufnahme als im vorigen Jahr.» (Braunschweig)

«Über die diesjährigen Aufnahmefeiern wird berichtet, dass sie im Allgemeinen besser verlaufen sind, als die Feiern zur Verpflichtung der Jugend am 28. März 1943.» (Wien)

«Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die Wirkung der Feiern in Böhmen und Mähren ausgesprochen positiv war.»(Prag)

«Nach allen hier vorliegenden Berichten stellt der Ablauf der diesjährigen Aufnahmefeiern in die Partei gegenüber den Vorjahren einen merklichen Fortschritt dar.» (Düsseldorf)

Weniger zahlreich seien dagegen - vielen Meldungen zufolge - die Beteiligung der Bevölkerung an den Feiern gewesen.

«Was die Feiern selbst anbelangt, sind sie in diesem Jahr besser verlaufen als im Vorjahr, aber die Beteiligung war schlechter.» «Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Gestaltung der Feiern bedeutend besser war als die des Vorjahres. Die Beteiligung der Eltern und der übrigen Vg. hingegen hat fast allerorts zu wünschen übrig gelassen, da und dort war die Besucherzahl schlechter als im Vorjahr.»

Im Einzelnen wurden bei den diesjährigen Aufnahmefeiern folgende Erfahrungen gemacht:

1. Vorbereitung der Jugendlichen auf die Parteiaufnahme Zahlreiche Meldungen betonen, dass auch bei der diesjährigen Aufnahmefeier der Hinweis auf die durch die Parteiaufnahme übernommenen besonderen Pflichten und eine Aufklärung der Jugendlichen über Sinn und Zweck ihrer Partei-Mitgliedschaft ungenügend oder überhaupt nicht durchgeführt worden ist.

«Vielfach hat man sich damit begnügt, die technischen Vorbereitungen für die Aufnahmefeiern zu treffen. Nur selten sind die Jugendlichen auf ihre zukünftigen Pflichten durch Vorträge hingewiesen worden.»

«Die Anordnung, dass die Jugendlichen in monatlichen Vorträgen für die Aufnahme in die Partei vorzubereiten seien, wurde keineswegs überall beachtet. Es erfolgte weder durch die Hoheitsträger noch durch die HJ eine vorbereitende Schulung für die Aufnahme der Jugendlichen in die Partei, so dass die Jugendlichen ohne Vorbereitung und ohne Aufklärung über die Aufgaben der Partei an den Aufnahmefeiern teilnahmen.» «Eine Vorbereitung der in die Partei zu Übernehmenden durch Vorträge eines Hoheitsträgers oder dessen Beauftragten hat in den vorhergehenden Wochen nirgends stattgefunden.»

«Die Aufzunehmenden sind in ihren Pflichten nicht oder nur im Rahmen der allgemeinen HJ-Schulung unterwiesen worden.»

«So wurde auch geäußert, dass die Jungen und Mädel die Bedeutung der Parteiaufnahme nicht richtig verständen und weltanschaulich kaum ausgerichtet seien. Man macht den Vorschlag, die aufzunehmenden Hitlerjungen in kleineren Gruppen vor der Aufnahmefeier etwa für die Dauer eines halben Jahres alle 14 Tage kurz zusammenzurufen und durch einen älteren Nationalsozialisten weltanschaulich ausrichten zu lassen. Dabei sei es besonders wesentlich, das Gedankengut des Nationalsozialismus durch lebendige Aussprachen an die Jugendlichen heranzuführen. Damit sei ein Mittel gegeben, der Interesselosigkeit vieler Jugendlicher an weltanschaulich-politischen Fragen entgegenzutreten.»

2. Organisatorische Vorbereitung und Durchführung der Feiern

Die Stimmen über ungenügende organisatorische Vorbereitung, sowie Uber Störungen beim Feierverlauf sind in diesem Jahr zurückgegangen. Die auch jetzt noch gemeldeten Mängel und Versäumnisse, wie unzureichende Bereitstellung von Parteiabzeichen, Mitgliedsausweisen und Geschenkbüchern, Mängel des Feierraumes, der Feierredner und der Feiermusik wurden bereits im hiesigen Bericht über die vorjährigen Aufnahmefeiern, vor allem im hiesigen Bericht über die diesjährigen Verpflichtungsfeiern ausführlich behandelt. Neu Gesichtspunkte sind hierzu nicht aufgetreten.

3. Wirkung der Aufnahmefeiern

Die Zunahme wirkungsvoller Feiern in diesem Jahr wird in den Berichten vielfach auf vom Hauptkulturamt herausgegebene Richtlinien zurückgeführt.

In Meldungen über besonders wirkungsvolle Feiern heißt es z. B.:

«Die früheren Aufnahmefeiern litten alle mehr oder weniger unter einer gewissen Improvisation. Dadurch wurde einmal dem teilnehmenden Jugendlichen kein nachwirkendes Erlebnis vermittelt, zum anderen fühlte sich die Elternschaft zu derartigen Feiern nicht hingezogen. Endlich nehmen die Vorschläge zur Feiergestaltung Rücksicht auf die psychologischen Momente und geben Anweisung für eingehendere Ausgestaltung, die auch den äußeren Rahmen berücksichtigt.» (Braunschweig)

4. Beteiligung der Bevölkerung an den Aufnahmefeiern In einer überwiegenden Anzahl von Meldungen wird die Beteiligung der Bevölkerung an den Feiern noch als unbefriedigend bezeichnet.

«Der Besuch und die Teilnahme der Öffentlichkeit an den Aufnahmefeiern war im hiesigen Bereich sehr schlecht.»

«Die Beteiligung an der diesjährigen Aufnahmefeier der HJ in die Partei war in unserem Gebiet sehr mäßig. Selbst die Eltern der in die Partei aufgenommenen Jugendlichen waren, trotz größtenteils vorheriger Einladung, kaum vertreten. Die Anwesenden setzten sich aus den Angehörigen der Gliederungen, den politischen Leitern, den Leitern der Behörden und führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zusammen, die wie bei allen Parteiveranstaltungen zugegen sind und größtenteils hierzu dienstlich aufgefordert bzw. eingeladen wurden.»

«Der Erfolg dieser Bemühungen scheitert meist am Nichterscheinen eines Großteils der Jugendlichen und am Abseitsstehen der Erwachsenen. So berichtet z. B. 0., dass dort von rund 500 Schulkindern nur 17 Jungen und 3 Mädel angetreten waren und von den 16 Lehrkräften, die im Ort sind, bloß eine einzige an der Feierstunde teilgenommen habe. Allerdings sei der Schule außer einer Bekanntgabe des Reichsstatthalters, nach der an jenem Tag, an dem die Übernahmefeier stattfindet, der Unterricht am Nachmittag zu entfallen habe, keine weitere Verständigung zugestellt worden. Die Feier, die am 18.4. dann stattfand, machte unter diesen Voraussetzungen einen entsprechend kläglichen Eindruck.»

Der Grund für den schlechten Besuch liegt mit darin, dass die Eltern und Erwachsenen überhaupt nicht oder nur in ungenügender Zahl und Form eingeladen wurden.

«Die Bevölkerung war nicht zu diesen Feiern eingeladen und fehlte vollkommen.»

«In der Öffentlichkeit erregten die Aufnahmefeiern kein großes Interesse. Selbst die Eltern der Aufzunehmenden hatten oft keine Ahnung, dass sie an den Feiern hätten teilnehmen können, da die Jugendlichen häufig uninteressiert sind und den Eltern keinen Bescheid geben. Andererseits sehen Jugendliche z. T. diese Feiern als ihre Angelegenheit an, bei denen die Eltern und Angehörigen unerwünscht sind.»

Der starke kirchliche Einfluss auf breite Bevölkerungsschichten ist ein weiterer Grund für die geringe Beteiligung der Erwachsenen gewesen.

«In den meisten Berichten unserer Gegend wird die schlechte Beteiligung der Bevölkerung auf kirchliche Einflüsse zurückgeführt. Besonders in den Berggemeinden verschließt sich die Bevölkerung, die gerade hier noch stark kirchlich gebunden ist, immer mehr den nationalsozialistischen Feiern.»

«Man muss unbedingt den Eindruck gewinnen, als ob vor allem die ländliche Bevölkerung für diese Feiern kein Interesse zeigt, wenn die Kirche nicht daran beteiligt ist.»

«Die schlechte Beteiligung an den Aufnahmefeiern wird in Kreisen von Parteigenossen nicht zuletzt darauf zurückgeführt, dass am gleichen Sonntag vielfach Konfirmationen stattfanden, so dass die Eltern in die Kirchen und nicht zu den Feiern gegangen sind.»

Ein weiterer wesentlicher Grund für den geringen Besuch der Feiern wird in zahlreichen Meldungen in einer durch Häufung von Parteifeiern bedingten Veranstaltungsmüdigkeit gesehen.

«Ebenso wird recht oft beanstandet, dass die Termine für die Aufnahme des neuen Jahrganges 33/34 in die HJ, die Verpflichtung der Pimpfe und Jungmädel bei der Übernahme in den BDM und in die HJ und die Aufnahme der BDM- und HJ-Angehörigen in die Partei zu dicht aufeinander folgten und hierdurch ein Verwechseln der einzelnen Feiern von vielen Unbeteiligten vorkäme, wenngleich hierbei an sich eine genügende Aufklärung in Presse und Rundfunk vorher erfolgt sei.»

«Die diesjährigen Aufnahmefeiern für den Jahrgang 1925 in die NSDAP sind im hiesigen Bereich am 18. April durchgeführt worden; am 19. April fand die Aufnahme der 10-Jährigen in die HJ statt und am 20. April war der Führergeburtstag, so dass sich eine Häufung von Parteiveranstaltungen ergab, unter der der Besuch der Veranstaltungen zweifellos gelitten hat.»

«Ferner hat die Anhäufung verschiedener Feiern in den letzten Wochen dazu beigetragen, dass beispielsweise der Besuch in B. nur ein geringer war. Dort lief Mitte März eine Versammlungsaktion der NSDAP. Daran schloss sich die Heldengedenkfeier, es folgte die Überweisungsfeier der 14-Jährigen in die HJ, außerdem die Aufnahmefeier der 18-Jährigen in die NSDAP und ferner am 20.4. erfolgten in einzelnen Ortsgruppen Feiern anlässlich des Geburtstages des Führers.»

Eine sehr gute Beteiligung wird übereinstimmend von den Parteiaufnahmen gemeldet, die am 20. April mit der Führergeburtstagsfeier verbunden worden waren.

«Die Zusammenlegung mit der Führergeburtstagsfeier brachte es mit sich, dass die Beteiligung der Parteigenossenschaft bei diesen Veranstaltungen eine, wenn auch nicht vollzählige, so doch recht gute war.» «Aus den Meldungen geht hervor, dass die Aufnahme des Jahrgangs 1925 in die NSDAP hier überall im Rahmen einer Feierstunde zum Geburtstage des Führers am 20.4.1943 erfolgte. Führende Parteigenossen begrüßten diese Neuregelung, weil dadurch die Aufnahmefeiern durch eine gleichzeitige Würdigung des Lebens unseres Führers anlässlich seines Geburtstages wesentlich inhaltsreicher gestaltet werden konnten.» «Übereinstimmend wird betont, dass die verhältnismäßig hohen Besucherzahlen in erster Linie auf die Zusammenlegung der Feier zum Führergeburtstag mit der Aufnahmefeier zurückzuführen gewesen seien. Diese Zusammenlegung habe auch eine stärkere Beteiligung der Formationen bewirkt, die bei eigentlichen HJ-Veranstaltungen meist nur schwach vertreten seien.»

5. Auslese der Parteianwärter

Die Auslese der jungen Parteianwärter wird in zahlreichen Meldungen als uneinheitlich und vielfach unbefriedigend bezeichnet. Träger der Auslese seien auch diesmal wieder praktisch nur die Kriegs-Einheitenführer der HJ gewesen, die wegen ihres jugendlichen Alters zeitweilig den ihnen gestellten Aufgaben nicht ganz gerecht werden konnten. Insbesondere seien die organisatorische Durchführung der Auslese und die Meldung der Parteianwärter an die Hoheitsträger nicht immer einwandfrei und rechtzeitig erfolgt.

«Die Auslese für die Aufnahme wurde lediglich von den zuständigen HJ-Führern getroffen. Es zeigte sich, dass dies nicht nur zu Missstimmungen, sondern auch zu Missgriffen führte: Ein Jugendlicher im Alter von 16-18 Jahren ist kaum fähig, ein politisches Werturteil Uber einen Gleichaltrigen abzugeben. Die politischen Leiter sind zwar derzeit mit Arbeiten überlastet und daher meist nicht in der Lage, eine intensive Vorschulung durchzuführen, aber die Auslese der Aufzunehmenden ist für die Partei doch sehr wesentlich.»

«In W. hätten vor einigen Monaten die Einheitenführer die Jungen gefragt, wer sich in die Partei aufnehmen lassen wolle. Die sich Meldenden seien dann auch ohne weiteres aufgenommen worden.»

Da vielfach HJ-Unterführer und -Führer als Parteianwärter ausgelesen worden seien und diese zum überwiegenden Teil Schüler von Oberschulen oder Lehrerbildungsanstalten seien, hätten in den Reihen der Parteianwärter Arbeiter, Handwerker, Jungbauern und werktätige Mädchen häufig so gut wie ganz gefehlt.

«In einem Bericht aus A. kommt zum Ausdruck, dass es dort der Bevölkerung aufgefallen sei, dass laufend fast nur höhere Schüler oder Schülerinnen von der HJ und vom BDM in die Partei überführt werden.»

«In M. sei ferner aufgefallen, dass die in die Partei übernommenen Jugendlichen mit zwei Ausnahmen Schüler der Oberschule bzw. der Lehrerbildungsanstalt gewesen seien. Arbeiter, Handwerker, Jungbauern oder werktätige Mädchen seien nicht dabei gewesen. Auch aus der Feuerwehr-HJ sei weder ein Führer noch ein Junggenosse aufgenommen worden.»

Vereinzelt wird auch über die Aufnahme offensichtlich kirchlich gebundener Jugendlicher berichtet.

«In B. wurde die Aufnahme von zwei Jugendlichen besprochen, die ständig an den Heimatabenden der kath. Jugend teilnehmen.»

«Mehrfach wurden stark konfessionell eingestellte Jugendliche in die Partei aufgenommen.»

Häufig seien auch Beschwerden von Eltern und alten Parteigenossen laut geworden, dass ihre Söhne nicht in die Partei aufgenommen worden seien, weil sie aus beruflichen Gründen nicht jeden HJ-Dienst besuchen oder HJ-Einheiten führen könnten.

«Sowohl in Kreisen der Jugend wie auch der Eltern war man über die Tatsache verärgert, dass die Auslese oft nicht gerecht war. So wurden z. B. die beiden Söhne eines Zahnarztes (Der Vater ist SS-Mann) nicht mit in die Partei aufgenommen mit der Begründung, sie hätten den HJ-Dienst vernachlässigt. Die beiden Jungen machten aber ihr Abitur, waren also in den letzten Monaten dadurch sehr beansprucht.»

«U. a. führte ein Vater in seinem Schreiben aus: ,Es wurde vom Kreisleiter ausdrücklich betont, dass nur die besten in die Partei aufgenommen würden. Mein Sohn Hubert war vom 7.3. bis 28.3. im Wehrertüchtigungslager. Er ist im Besitz des DJ- und HJ-Leistungsabzeichens. Vom Ortsgruppenkassenleiter erhielt ich den Bescheid, dass mein Sohn nicht gemeldet wäre. Von der HJ-Dienststelle wurde meinem Sohn erklärt, er wäre gemeldet. Wo liegt da der Fehler? Als Vater und alter Parteigenosse muss ich jetzt annehmen, dass mein Sohn nicht für würdig angesehen wird, in die Partei aufgenommen zu werden.»

«Vielfach wird danach gefragt, nach welchen Richtlinien die Aufnahmen stattfinden, denn es wird beobachtet, dass Jungen Aufnahme finden, die sonst von ihren Mitmenschen nicht immer als würdig genug bezeichnet werden, während ruhige und gewissenhafte Jungen, die ihre Hauptaugenmerk neben dem HJ-Dienst auf handwerkliche und sportliche Leistungen gelegt haben und schließlich mehrfache Gebietsmeister waren, bei einer Aufnahme in die Partei unberücksichtigt blieben.»

6. Anregungen

In zahlreichen Meldungen wird angeregt, die auch in der diesjährigen Parteiaufnahme wieder sichtbaren Mängel in Zukunft durch eine noch stärkere Zusammenarbeit zwischen Hoheitsträger und Parteianwärter auf die Aufnahme und bei der Auslese der Parteianwärter auszuschalten.

Da im April 1944 voraussichtlich ein noch größerer Teil des aufzunehmenden Jahrgangs bereits eingezogen sein wird, wird mehrfach angeregt, die nächste Parteiaufnahme noch weiter vorzuverlegen und sie am Vorabend des 30. Januar durchzuführen.“

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