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Ereignisse
1934
Dezember

Schulung von Bauerntumsreferentinnen

Vermutlich im Dezember 1934 führt der mittelrheinische BDM eine Schulung auf der Bauernhochschule Schloss Landau durch. Alle Bauerntumsreferentinnen der Ringe des Obergaus sind eingeladen. Es gibt Vorträge zur „Bauerngeschichte“, der „Vererbungslehre“ und zu der Rolle der Erbhofbäuerin.

Als wichtiges Thema für das praktische Leben wird das neu geschaffene „landständische Kleid“ behandelt, welches „in Anlehnung an die historische Tracht“ entwickelt wurde. In Zukunft soll auf dem Land neben der BDM-Uniform nur „landständische Kleidung“ getragen werden, private Kleider seien tabu.

Die Mädchen stellen außerdem einen „Sippenstammbaum“ zusammen und richten eine „Totenfeier“ aus. Den Bauernmädchen soll beigebracht werden, wie sie „ihre bäuerliche Eigenart“ bewahren. Man möchte — ganz im Sinne der Blut-und-Boden-Ideologie — „ihren Blick schärfen, damit sie sich wehren können gegen alles, was unecht ist“. Mittels Sagen, Balladen, Bauernliedern und Volksmärchen soll die „Schönheit“ des bäuerlichen Lebens vermittelt werden und als Erkenntnis in die Dörfer zurückgetragen werden.

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