Obergau Mittelrhein arbeitet für das WHW
Die Dezemberausgabe 1934 der HJ-Zeitung "Die Fanfare" befasst sich u.a. mit der Arbeit des mittelrheinischen BDM für das Winterhilfswerk.
Der Gau Köln-Aachen wird hier als relativ kleines Gebiet dargestellt, in dem zu diesem Zeitpunkt rund zwei und eine viertel Million Menschen leben. Daher wird es als Erfolg gesehen, dass acht Millionen Mark für „bedürftige Volksgenossen“ gesammelt wurden. „Die Fanfare“ rechnet aus, dass 28 % der Bevölkerung, also 622.000 Menschen, im Durchschnitt fünf Mark und dreiunddreißig Pfennig gespendet hätten. Vierzehntausend Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus dem Gau Köln-Aachen hätten jeden Tag unentgeltlich gearbeitet. Dies habe dazu geführt, dass die Verwaltungskosten unter einem Prozent gehalten werden konnten.
Der BDM betätigt sich neben dem Sammeln auch mit praktischer Arbeit: "Unter den fleißigen Händen vieler tausend BDM-Mädel entstehen ganze Berge von Wäsche und Blusen für ihre bedürftigen Kameradinnen und deren Angehörige, Kinderwäsche wird verfertigt, Puppenwagen werden ausgestattet und die Puppenkinder angezogen.“