Feierstunde der Hildener HJ
Die „Rheinische Landeszeitung“ berichtet:
„Gläubig, stark und treu. Hildens Jugend beim Appell.
Die Hitler-Jugend des Standortes Hilden veranstaltete eine Feierstunde, bei der 650 Jungen und Mädel den Saal der Aula der Helmholtz-Oberschule füllten. Dem Fanfarenruf folgte das gemeinsam gesungene Lied ‚Wo wir stehen, steht die Treue‘. Sprecher und Sprecherinnen richteten den Blick der Jungen und Mädel auf unseren Führer.
Hierauf ergriff der Standortführer, Obergefolgschaftsführer Clever, das Wort. Diese Feierstunde, so führte er aus, können wir dem tapferen Einsatz unserer Kameraden an der Front verdanken. Sie halten den Feind, der Deutschland und unsere Jugend vernichten will, von den Grenzen unseres Vaterlandes fern. Dieser Feind versucht wieder mit allen Mitteln unser Volk zu zerbrechen. Inmitten dieses Volkes aber steht eine Jugend, welche ausgerichtet ist und sich nicht einem Gegner beugen will, der mit den grausamsten Methoden gegen Frauen, Kinder, Greise und Kranke vorgeht. Im gemeinsamen Abwehrkampf stehen die Front und die Heimat, in fanatischem Vertrauen auf den Führer und auf den Sieg. Wir alle unterstehen heute dem Gesetz dieses Krieges. Ein jeder hat sich den Pflichten und großen Aufgaben dieses Kampfes zu unterwerfen. Keiner darf sich dieser Pflicht entziehen. Das kann die Front von uns verlangen. So wie der Soldat die Heimat mit seinem Leibe schützt, so müssen wir uns mit aller Gewalt dem Mord unserer Gegner entgegenstemmen. Dieser Krieg wird von dem gesamten deutschen Volk und nicht von einem Teil geführt. So wollen auch wir, als die deutsche Jugend, unsere Pflicht erfüllen und somit unseren Beitrag zum Sieg bringen. Wenn der Führer jetzt alle Jungen und Mädel zum Kriegsberufswettkampf aufgerufen hat, so folgen auch wir diesem Ruf und werden der Welt beweisen, dass Deutschlands Jugend stolz, stark, treu und ungebrochen steht wie zu Beginn dieses Krieges. Wir wollen, schloss der Standortführer, gemeinsam mit unseren Kameraden an der Front arbeiten und kämpfen für die Freiheit Deutschlands und in die Zukunft marschieren, die uns den Sieg bringen wird.
Eine Lesung von Rudolf Kienau folgte der Ansprache des Standortführers. Dann wurde die Beförderung von 20 Mädeln und 51 Jungen des Standortes Hilden bekanntgegeben. Sie soll ihnen selbst und ihren Kameraden und Kameradinnen zum Ansporn dienen, sich künftig noch mehr einzusetzen.“