Jugend-Kultur Kundgebung der NS-Kulturkundgebung auf dem Adolf-Hitler-Platz!
Die Nationalzeitung berichtet am 8. Oktober 1934 über eine Kundgebung der NS-Kulturgemeinde, bei der die Jugendarbeit des Vereins ins Leben gerufen wurde. Zu der Kundgebung war die HJ des Standortes Essen aufmarschiert:
"Die NS-Kulturgemeinde (...) ist dabei, das gesamte deutsche Volk wachzurufen und den letzten deutschen Menschen im Aufbauwerk eines neuen Kulturlebens einzusetzen. In der Ausrichtung auf dieses Ziel veranstaltete auch die NS-Kulturgemeinde, Abteilung Jugend, eine Kundgebung der Hitlerjugend und der Schulen Essens auf dem Adolf-Hitler-Platz.
Die Veranstaltung brachten den schönen Beweis, dass diese Jugend, die auf Fahrten und Heimabenden bestes deutsches Kulturgut pflegt, gewillt und bereit ist, den ihr zugewiesenen Platz auszufüllen. (...)
Zur Kundgebung war die HJ des Standortes Essen aufmarschiert. Die Schulen hatten sich ihr angeschlossen. Erster kalter Oktoberwind fegte die Klänge der Fanfaren über den Platz."
Zunächst habe dann der Parteigenosse Dr. Bubenzer gesprochen. Er referierte über den "trostlosen Zustand deutschen Kulturlebens im Jahrzehnt des Niedergangs unseres Volkes", womit er die Weimarer Zeit meint.
"Von Anbeginn hatte die nationalsozialistische Bewegung erkannt, dass im Wesentlichen zwei Dinge den Bestand unseres Volkes ausmachen würden: zunächst die Beseitigung der Arbeitslosigkeit und die Beendigung der Kulturnot unseres Volkes. (...) Durch das Vorhandensein vieler Kulturstätten sei die Stadt Essen bei dieser Aufbauarbeit begünstigt. Nach der Machtübernahme sei eine gründliche Umgestaltung der Anstalten notwendig gewesen, aber mit verpflichtendem Ernst sei diese Arbeit gelungen. Heute solle die Jugend maßgebend an diesem Aufbauwerk beteiligt werden. Die NS-Kulturgemeinde ruft der Jugend zu: Schließt die Reihen, werdet Mitglied der Organisation.
Es ist eine völkische Pflicht, unsere Nation auch auf kulturellem Gebiet zu einem Block zusammenzuschließen. Wenn die Jugend sich dieser Aufgabe stellt, hilft sie, die Pfeiler des Reiches fester zu gründen, dass sie in Stärke die Jahrhunderte überdauern.
Von den Wänden der hohen Häuser wird das Echo des rüttelnden, hämmernden Sprechchores 'Jugend, brich auf!' zurückgeworfen und verweht über den vielen tausend Jungen und Mädeln."
Anschließend spricht der Gefolgschaftsführer Wellems zu den Jugendlichen. Unter anderem betont er: "Die Jugend hat die Aufgabe, Träger, Prediger und Verteidiger dieser Weltanschauung zu sein, die uns der Führer offenbart hat." (...) Diese Weltanschauung will gelebt und blutvoll getragen sein. Diese Weltanschauung, aus bester deutscher Geschichte geworden, mit dem Wissen, nie von diesem ewigen Deutschland zu lassen, ist allein die Zukunft der Jugend. Wir tragen die Weltanschauung Adolf Hitlers in das Jahrhundert. Dann müssen wir Vorbild sein und in jedem Fall der Stimme des Blutes gehorche. (...) Kampfheil! Siegheil! Hitler Heil!"
Nach dieser Rede singt die Jugend dann das Lied "Die Fahne flattert uns voran" und anschließend spricht Kreiskulturwart Pg Mankoff. Er betont, "dass der Wille zur deutschen Kultur der Jugend zugleich eine Bekenntnis zur Leistung sei". (...)
Mit dieser Veranstaltung habe die NS-Kulturgemeinde den Anfangspunkt ihrer Jugendarbeit gesetzt. (...) "Die Jugend wird sich von ihr [der Kultur] begeistern lassen und sie erleben. Dann auch wird sie ihr Träger und Schützer sein."