Der Mindener Regierungspräsident berichtet
Am 7. November 1934 berichtet der Mindener Regierungspräsident über die Monate September und Oktober:
„Die innerpolitische Lage im Oktober kann im Allgemeinen als unverändert zufriedenstellend bezeichnet werden. Zwar haben die günstigen Auswirkungen des Reichsparteitages in Nürnberg und des Erntedankfestes auf dem Bückeberg etwas nachgelassen, jedoch zeigt die überaus erfreuliche Entwicklung des begonnenen Winterhilfswerkes, dass der Gedanke der Volksgemeinschaft in der Bevölkerung tatsächlich mehr und mehr festen Fuß fasst. Erhöhte Aufmerksamkeit wird jedoch den Rundfunknachrichten ausländischer Sender und der ausländischen - insbesondere der Schweizer - Presse geschenkt, was Veranlassung zu mancherlei Kritik gibt, die aber wenig an die Oberfläche gelangt, sondern meistens nur heimlich von Mund zu Mund getragen wird. (…)
Die bisher nur in einzelnen Fällen bestätigte Vermutung, dass Kinder früherer Kommunisten Aufnahme in die H.J. und in den B.d.M. gefunden haben und dort im kommunistischen Sinne wirken, wird eingehend verfolgt werden.“