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Ereignisse
1934
Juni

Katholische Jugend bittet um Rücknahme des Verbots zu wandern

Vikar Joseph Teusch, Bezirkspräses Carl Büchler, Bezirkspräses Carl Manstetten und S.J. Fritz Vorspel wenden sich im Auftrag des Führerrings der katholischen Jugend Kölns am 20. Juni 1934 mit einem Schreiben an den Kölner Regierungspräsidenten Diels, in dem sie darum bitten, das Verbot des gemeinsamen Wanderns zurückzuziehen. Das Verbot treffe allein in Köln-Stadt 35.000 organisierte junge katholische Christen, „die niemals etwas getan haben, dass man ‚Volk und Staat‘ vor ihnen ‚schützen‘ müsste“. Es treffe junge Deutsche, die „voll religiöser Dynamik wertvollstes Gut unseres Volkes sind“, es treffe Großstadtmenschen, die Sonne und frischer Luft zur Gesunderhaltung bedürften, es treffe Werktätige, die in der Natur Erholung suchten, es treffe die Schuljugend.

„Wir können und wollen nicht annehmen, sehr geehrter Herr Regierungspräsident, dass Sie durch dieses Verbot gemeinsamen Wanderns auf unsere Jugendlichen einen Druck ausüben wollen, dass sie in die Hitler-Jugend übertreten, um dort wandern zu dürfen!“

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